Digital-Geld aus Europa – SANUSCOINS als Ansatz für eine echte Zahlungsmittelalternative?

Die Blockchain-Technologie ermöglicht neue alternative Zahlungsmittel – nicht nur den Bitcoin Foto: Gerd Altmann/Pixabay

Immer wieder schaffen es Krypto-Währungen in die Schlagzeilen: Zunächst mit spektakulären Wert-Gewinnen – und oft wenig später mit krachenden Verlusten. Die Gründe für diese starken Schwankungen und die immer noch fehlende Anerkennung als wirkliches alternatives Zahlungsmittel sind vor allem diese zwei: Zum einen wird mit Bitcoins & Co immer wieder spekuliert, was zu starken Wert-Gewinnen- oder Verlusten führt. Zum anderen wird beim Erzeugen der Daten, aus denen die digitalen Münzen bestehen, sehr viel Energie verbraucht, was viele potentielle Nutzer aus Umweltgründen ablehnen.


SANUSCOINS sind keine Bitcoins, aber sie nutzen die Technologie hinter der weltweit führenden Krypto-Währung. Hinter der neuen digitalen Währung steht ein Unternehmen, das durch nachhaltige Produkte im Gesundheitsbereich bekannt geworden ist: SANUSLIFE aus Südtirol ist Spezialist für die Aufbereitung von Trinkwasser. Derzeit kann man den Coin nur über das Bonus-System von SANUSLIFE erhalten: Kunden bekommen bei jedem Kauf Credits, die sie bis 2024 jeden Januar in die neue digitale Währung eintauschen können. Schon bald sollen die Coins von jedermann auf der Website des Unternehmens gekauft werden können.


Überweisungen mit SANUSCOINS so sicher wie bei Bitcoin

Der Einstieg in die Krypto-Welt begann bei SANUSLIFE im März 2018 mit der Speicherung von exakt 777.777.777 SANUSCOINS in der global wichtigsten Blockchain-Technologie – der des Bitcoins. Und wie beim großen Bruder Bitcoin werden keine Dritten wie Banken gebraucht, um Geldbeträge zu transferieren. Auch dies haben die Coins aus Südtirol mit der wichtigsten Digital-Währung Bitcoin gemeinsam: Alle Überweisungen mit der neuen Krypto-Währung werden in eine dezentrale Datenbank geschrieben, die auf vielen tausend Computern gespeichert wird.

Die Überweisungen sind in einem verteilten Netzwerk zusammengeschlossen, in dem es keine zentrale Stelle gibt und in dem jeder Knotenpunkt die gleichen Rechte hat. Die Kopien des digitalen Kassenbuches sind für jedermann öffentlich einsehbar, sodass eine heimliche Manipulation der Einträge quasi unmöglich ist. Demzufolge ist auch jede Überweisung öffentlich einsehbar und nachvollziehbar.

Eine aufwändige Struktur schafft ein weiteres sicheres Zahlungsmittel

Parallel soll ein Netzwerk an Unternehmen und Läden erweitert werden, was die SANUSCOINS als Zahlungsmittel akzeptiert. Als eines der ersten Unternehmen will die Firma so ein geschlossenes System aufbauen, in dem jede Annahmestelle und jeder Nutzer über den Coin losgelöst von Landeswährungen bezahlen kann.  Mit jeder Transaktion geht außerdem ein Teil der Gebühren in die Initiative SANUSPLANET für Umwelt- und Tierschutz.


Warum bietet ein Trinkwasser-Aufbereiter digitales Geld an?

SANUSLIFE will vor allem den zwei wichtigsten Kritiken an Bitcoin & Co begegnen: Das „Schürfen“ neuer digitaler Bitcoins verbraucht sehr viel Energie und ist damit alles andere als umweltfreundlich. Und: Digitales Geld ist bislang extrem anfällig für Spekulationen, was viele Menschen abschreckt, sich eine „digitale Geldbörse“ zuzulegen. Bei den SANUSCOINS, die in der dezentralen Bitcoin-Umgebung gespeichert werden, kann auch SANUSLIFE nur begrenzt beeinflussen, wie viel Energie gebraucht wird. Deswegen ergänzt der neue Coinanbieter sein Modell um eine wesentlich ressourcen-schonendere zentrale Speicherung bei einer Custodian-Bank, so dass ein geschlossenes Ökosystem entsteht, das mit dem Launch der neuen App starten wird. Der Gründer und CEO von SANUSLIFE, Ewald Rieder, betont, dass es zu seiner Währung bislang nichts Vergleichbares gibt:

„Der Kunde bezahlt für seine Ware oder Dienstleistung und erhält ein Cashback. Der Unternehmer kassiert sofort den Kaufbetrag. Dabei wird ein Teil unmittelbar für den SANUSPLANET-Foundation-Pool gespendet, ein Teil geht als Belohnung an die Mitglieder, die die neue Zahlungsart bzw. die App weiterempfehlen, und ein ganz geringer Teil geht an uns, an SANUSLIFE, als Service für die Durchführung der Transaktion“

Der Coin soll so mit der dezentralen und zentralen Verfügbarkeit  eine Brücke von der Krypto-Welt zur klassischen Wirtschaftswelt schaffen.


Was ist der Unterschied zum traditionellen Geld?

 Währungen wie der Euro sind Zahlungsmittel, deren Wert durch staatliche Institutionen und Zentralbanken garantiert wird. Diese Garanten fallen bei den Krypto-Währungen weg. Streng genommen sind Krypto-Währungen keine Zahlungsmittel mit Wechselkurs, sondern Assets, die im Wert stark schwanken können. Denn anders als bei der Festlegung eines Kurses wie beim Euro, Dollar oder Yen sind es bei Digital-Geld die Verkäufer und Käufer des „Digi-Geldes“, die den Wert einer digitalen Münze festlegen. Aber auch teure Blockchain-Rechenleistungen und hoher Energieverbrauch wirken sich (negativ) auf die Wertentwicklung aus. Je mehr Nachfrage entsteht, desto stärker wachsen diese Kosten.

Wird beim Bitcoin dieses Problem nicht gelöst, könnte die Euphorie schnell verfliegen – vom bisherigen Jahreshöchstand hat die beliebteste digitale Währung bis heute bereits mehr als 50% an Wert eingebüßt. Mit Spannung wird deswegen der beschlossene digitale Euro erwartet, mit dessen Einführung in wenigen Jahren die WELT sogar „den Tod der Banken“ für möglich hält. Gut, wenn es dann noch alternative Zahlungsmittel gibt, die einen anderen, wertstabileren Ansatz wählen.