Unfall BW: Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten – Verursacher nach kurzer Flucht gestellt

Polizeiweste

Reutlingen (ddna)

Kirchheim unter Teck (ES): Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten

Am Sonntag gegen Nachmittag hat sich an der Kreuzung Jesinger Straße / Eichendorffstraße ein Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten ereignet. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand befuhr der 44-jährige Fahrer eines Pkw Mercedes – Benz Vito die Jesinger Straße in Richtung Jesingen. Der 30-jährige Fahrer eines Pkw Ford Mondeo befuhr die Eichendorffstraße und wollte nach rechts auf die Jesinger Straße abbiegen, wobei er die Vorfahrt des Vito – Fahrers missachtete. In der Folge kam es zum Zusammenstoß, nach welchem der Vito noch gegen einen Gartenzaun und eine Straßenlaterne geschleudert wurde. Bei Eintreffen der ersten Streife flüchtete der mutmaßliche Unfallverursacher zu Fuß in Richtung Klosterwiese, konnte jedoch nach kurzer Verfolgung durch die Polizeibeamten festgenommen werden. Es gab es bei ihm Anhaltspunkte für eine alkoholische Beeinflussung sowie den Konsum von Drogen, weshalb die Entnahme einer Blutprobenentnahme angeordnet wurde. Weiterhin besteht der Verdacht, dass der von ihm vorgewiesene Führerschein nicht gültig ist. Hierzu wurden weitergehende Ermittlungen eingeleitet. Der Fahrer des Pkw Vito erlitt bei dem Verkehrsunfall keine schwerwiegenden Verletzungen. Der 48-jährige Beifahrer wurde ernsthaft verletzt und konnte zunächst nicht aus dem Fahrzeug gerettet werden, da sich dessen Türen nicht öffnen ließen. Die Feuerwehr Kirchheimk, welche mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort war, konnte ihn aus dem Fahrzeug befreien. Im Anschluss wurde er durch den Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden weiteren Mitfahrer im Pkw Vito blieben unverletzt. Zur Überprüfung der Straßenlaterne waren Mitarbeiter der Netze BW vor Ort im Einsatz. Bei dem Verkehrsunfall entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 9.000 Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Reutlingen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Unfälle in Baden-Württemberg gehen zurück

Weniger Unfälle als im ersten Halbjahr 2020 gab es seit Beginn der amtlichen Statistik noch nie – und die Unfallstatistik wurde schon 1953 eingeführt!

Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen.“, betonte Innenminister Thomas Strobl, schränkte aber auch ein: „Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Das Sinken der Unfallzahlen ist auf jeden Fall beachtlich: Die Zahlen gingen von 161.817 in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 126.198 in den ersten sechs Monaten 2020 zurück (22% weniger). Immer noch nicht gut: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.

Manuela Hennig