Warnlagebericht für Deutschland

Eventsausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 19.01.2022, 07:00 Uhr

An der See und im höheren Bergland zunehmend stürmisch. Im
Tagesverlauf im Westen sowie von Nordwesten Niederschläge, in der
Nacht zum Donnerstag immer mehr in Schnee übergehend. Örtlich Glätte,
im Bergland winterlich.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Donnerstag, 20.01.2022, 07:00 Uhr:

Das derzeit wetterbestimmende Hoch verlagert sich allmählich zum
Balkan. Im Tagesverlauf greift dann eine Kaltfront von der Nordsee
her auf Deutschland über. Sie führt polare Meeresluft heran, die das
Wetter der nächsten Tage windig und wechselhaft gestaltet.

FROST/GLÄTTE:
Bis zum Vormittag im Süden und in Teilen der Mitte bei Auflockerungen
sowie im Bergland leichter Frost zwischen -1 und -4 Grad. Dabei
vereinzelt Glätte durch Reif oder gefrierende Nässe.

Im Tagesverlauf in den westlichen und zentralen Mittelgebirgen lokal
geringer Schneefall oder gefrierender Sprühregen mit Glätte möglich.

In der Nacht zum Donnerstag im Bergland zunehmend winterlich bei
leichtem Frost zwischen -1 und -4 Grad und Glätte durch
Schneeschauer. In tiefen Lagen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt
nur stellenweise Glätte durch Schneematsch bei stärkeren
Schneeschauern oder überfrierende Nässe bei Aufklaren.

SCHNEE:
In der Nacht zum Donnerstag in den Mittelgebirgen und im Süden ab
etwa 300 bis 500 Meter etwas Neuschnee bis 5 cm binnen 12 Stunden
durch einzelne Schneeschauer, in einzelnen Nordweststaulagen
(zunächst Harz, später Nordschwarzwald und ostbayerische
Mittelgebirge) oberhalb von 600 m auch um 10 cm.

STURM:
Im Laufe des Vormittags weiter auffrischender Wind, an der Nordsee
zum Abend auf Nordwest drehend. Dabei an den Küsten zunehmend
stürmische Böen um 70 km/h (Bft 8), exponiert Sturmböen bis 80 km/h
(Bft 9). Im küstennahen Binnenland steife Böen (Bft 7).
Auch in exponierten Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge
zunehmend stürmisch, auf exponierten Gipfeln (Brocken) nachmittags
und abends Sturmböen oder schwere Sturmböen Bft 9 bis 10).

In der Nacht zum Donnerstag an der See mit Winddrehung auf Nordwest
weiterhin stürmisch. An der Nordfriesischen Küste und auf Helgoland
zum Donnerstagmorgen auch einzelne schwere Sturmböen (Bft 10) nicht
ausgeschlossen.
In den Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge stürmische Böen,
auf exponierten Gipfeln vorübergehend Sturmböen, auf dem Brocken
anfangs eventuell auch schwere Sturmböen.
Östlich der Elbe und am Nordrand des Harzes auch im Binnenland bzw.
in den Niederungen einzelne steife Böen (Bft 7).

GEWITTER:
In den Frühstunden des Donnerstags im Nordosten einzelne kurze
Gewitter mit Graupel und stürmischen Böen nicht ausgeschlossen.

Mehr Informationen zur Unwetterlage in Ihrer Umgebung finden Sie auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.

Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 19.01.2022, 11:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff

Matthias Koprek
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