Polizei Hamburg: Kehrmaschinenfahrer im HBF angegriffen – Haftbefehl vollstreckt

Polizeiauto

Heute Uhr gegen 3:45 Uhr nachts war auf dem Südsteg des Hamburger Hauptbahnhofs ein Straßenkehrer damit beschäftigt, mit einem Reinigungswagen den Boden zu säubern.

Im Zuge dessen soll der 46-jährige deutsche Staatsangehörige einen Reisenden darum gebeten haben, ein Stück beiseite zu gehen, um auch hier reinigen zu können. Dem kam der Mann nicht nach. Stattdessen wurde die Reinigungskraft plötzlich von dem 30-jährigen Deutschen angegriffen, indem dieser ihm mit der Faust gegen den Kopf schlug.

Der Fahrer der Kehrmaschine stieg ab und wehrte sich gegen den Angriff.

Beamte der Hamburger Bundespolizei eilten herbei und nahmen sich der Sache an.

„Während der Kontrolle des 30-Jährigen bedrohte dieser die Bundespolizisten sinngemäß mit den Worten, dass er eine Waffe mit sich führe und die Beamten umbringen würde. Daraufhin wurde er kontrolliert zu Boden gebracht, Handfesseln wurden ihm angelegt. Eine Waffe konnte bei deren Durchsuchung nicht gefunden werden.“

Im Gegenzug konnten die Bundespolizisten ihm das Ergebnis der durchgeführten Überprüfung seiner Personalien präsentieren: Er wurde mit einem Haftbefehl wegen Beleidigung gesucht. Außerdem bestanden gegen ihn sieben Fahndungsnotierungen verschiedener Staatsanwaltschaften zur Ermittlung seines Aufenthaltsortes wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Diebstahls und Beleidigung.


Er wurde verhaftet und dem Bundespolizeirevier Hamburg – Hauptbahnhof zugeführt. Ein Amtsarzt bestätigte hier die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes, dessen Alkoholtest einen Wert von 2,42 Promille ergeben hatte.

Da er den haftbefreienden Betrag von 500 Euro nicht aufbringen konnte, wurde er nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen in das Hamburger Untersuchungsgefängnis überstellt, wo ihn eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen erwartet.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)