Bewohner von Bergedorf können beruhigt durchatmen

Air Quality(digitaldaily.de) In Bergedorf gibt es keine Luftmess-Stationen. Um eine Orientierung zu haben, kann man auf die Werte der Station Hamburg Wilhelmsburg schauen, die heute Morgen einen Feinstaub-Wert von 10 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), einen Stickstoffdioxid-Wert von 22 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) und einen Schwefeldioxid-Wert von 3 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gemessen hat. Dies entspricht einer sehr guten Luftqualität.
Bei einer „sehr guten Luftqualität“ geht draußen alles, ohne das negative Folgen befürchtet werden müssen: vom Joggen über Skaten bis Dachdecken oder Straßenbau.

#Warum kann Stickstoffdioxid ein Problem sein?

In Ballungsgebieten und Großstädten wird das Reizgas Stickstoffdioxid (NO₂) vor allem durch den Autoverkehr verursacht (bis zu 80%), mit einem weit geringeren Anteil auch durch veraltete Heizungsanlagen. Die Dieselmotoren stehen nicht zu Unrecht in der Kritik: von allen durch Autos ausgelösten NO₂-Belastungen gehen rund 70% auf ihre Kappe. Nicht unumstritten sind die „Grenzwerte“ für die Luftbelastungen. Diese Grenzwerte sind von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen worden und liegen aktuell bei Stickstoffdioxid bei maximal 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresdurchschnitt und bei maximal 200 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im 1-Stundendurchschnitt. Stickstoffdioxid kann unsere Atemwege reizen und schwächen.

#Luftwerte unter der erlaubten Jahresgrenze

Im Monat April lag für die Station Hamburg Wilhelmsburg der Durchschnittswert der Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft bei 33 Mikrogramm pro Kubikmeter und somit unterhalb des vorgeschriebenen Jahresdurchschnittsgrenzwertes.

#Und so sieht’s außerhalb von Bergedorf aus
Die 6 km entfernte Station Hamburg Sternschanze hat in der gleichen Zeit erheblich bessere Messwerte registriert.
Über alle Stadtteile hinweg weist Hamburg insgesamt eine gute Luftqualität auf.

#Auch weiterhin unbesorgt durchatmen

Die Meteorologen sagen für Bergedorf ein Hochdruckgebiet und Wind aus Südwest vorher. Bei dieser Wetterlage ist nicht zu erwarten, dass sich die Qualität der Luft verschlechtert.

(Luftdaten: UBA, Wetterdaten: DWD)

Matthias Koprek