Bewohner von Hamburg-Nord können beruhigt durchatmen

Air Quality(digitaldaily.de) Im Stadtteil Hamburg-Nord erfasste die Station Hamburg Habichtstraße heute Morgen einen Feinstaub-Wert von 23 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) und einen Stickstoffdioxid-Wert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), der einer guten Luftqualität entspricht.
Bei einer „guten Luftqualität“ geht draußen alles, ohne das negative Folgen befürchtet werden müssen: vom Joggen über Skaten bis Dachdecken oder Straßenbau.

#Warum kann Stickstoffdioxid ein Problem sein?

Stickstoffdioxid (NO₂) ist ein Reizgas, das in Ballungsgebieten, wie beispielsweise Hamburg, vor allem durch den Straßenverkehr entsteht (bis zu 80%) und im geringeren Maße auch durch veraltete Heizungsanlagen. Die in der Kritik stehenden Dieselmotoren machen dabei einen Großteil der Belastung aus, die von PKW ausgelöst wird: rund 70% der NO₂-Belastung gehen auf Kosten der Dieselmotoren. Nicht unumstritten sind die „Grenzwerte“ für die Luftbelastungen. Diese Grenzwerte sind von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen worden und liegen aktuell bei Stickstoffdioxid bei maximal 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresdurchschnitt und bei maximal 200 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im 1-Stundendurchschnitt. Stickstoffdioxid kann unsere Atemwege reizen und schwächen.

#Luftwerte überschreiten Jahreshöchstgrenze

Im Monat April lag für die Station Hamburg Habichtstraße der Durchschnittswert der Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter und somit überhalb des vorgeschriebenen Jahresdurchschnittsgrenzwertes.

#Und so sieht’s außerhalb von Hamburg-Nord aus
Die 7 km entfernte Station Hamburg Sternschanze hat in der gleichen Zeit eine erheblich negativere Luftqualität aufgewiesen.
Über alle Stadtteile hinweg weist Hamburg insgesamt eine sehr gute Luftqualität auf.

#Auch weiterhin unbesorgt durchatmen

Die Meteorologen sagen für Hamburg-Nord ein Hochdruckgebiet und Wind aus Südwest vorher. Bei dieser Wetterlage ist nicht zu erwarten, dass sich die Qualität der Luft verschlechtert.

(Luftdaten: UBA, Wetterdaten: DWD)

Andreas Krämer