Blaulicht Sachsen: Türken bei Zittau eingeschleust – Zeugen gesucht

Polizeiauto

Bundespolizisten kontrollierten gestern (16. Mai 2022) am Bahnhof Zittau gegen Nachmittag zwei 40 und 44 Jahre alten Männer aus der Türkei. Sie konnten sich nur mit türkischen Personaldokumenten aber nicht mit Reisepässen ausweisen und besaßen auch kein Visum. Sie und weitere etwa 10 Personen waren den Ermittlungen zufolge von Schleusern mit einem LKW nach Deutschland gebracht worden und mussten bis zum Weitertransport drei Tage in einem Waldstück verbleiben. Schließlich wurden sie von einem roten Ford Wagen zum Zittauer Stadtrand gebracht und liefen zum Bahnhof weiter, wo sie vermutlich von weiteren Schleusern bzw. Familienangehörigen abgeholt werden sollten. Einer der Männer hatte 5.000,00 Euro an die Schleuser gezahlt. Beim zweiten Mann sollen es 400,00 Euro gewesen sein.


Die beiden Türken stellten Asylanträge und sollen an die Erstaufnahmeeinrichtung Dresden weitergeleitet werden. Die Bundespolizei ermittelt gegen sie wegen der unerlaubten Einreise und wegen des unerlaubten Aufenthaltes. Außerdem stehen die Organisatoren der Schleusung im Fokus der weiteren Ermittlungen. Ob die Türken über die polnische oder die tschechische Grenze in das Bundesgebiet gebracht wurden ist noch nicht bekannt. Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach bittet um Mitteilung von Beobachtungen zu verdächtigen LKW und sonstigen Fahrzeugen sowie Hinweisen zu dem roten Ford und abgesetzten Personen telefonisch unter 03586 / 76020 mitzuteilen.


Quelle: Bundespolizeiinspektion Ebersbach, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Manuela Hennig
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