Unfall BW: (HDH) Aichelberg/A8 – Unfall wegen Sekundenschlaf / Am Montag kam ein 64-Jähriger auf der A8 bei Aichelberg von der Fahrbahn ab.

Ulm (ddna)

Gegen Morgen fuhr ein 64-Jähriger mit drei Verwandten auf der A8 Richtung Stuttgart. Kurz vor der Anschlussstelle Kirchheim – Ost verlor der Mann vermutlich aufgrund Sekundenschlafs die Kontrolle über seinen Mercedes. Er kam am Verzögerungsstreifen von der Fahrbahn ab, überfuhr die dortige Grünfläche zwischen Verzögerungsstreifen und Beschleunigungsstreifen und prallte in die dortige Leitplanke. Dabei erlitt eine der Insassen, die nicht angegurtet war, Verletzungen. Sie wurde durch Rettungskräfte zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Die Autobahnmeisterei kümmerte sich um Betriebsstoffe, die aus dem Auto ausliefen und musste einen Teil des Grünstreifens abtragen. Außerdem kümmerten sich die Mitarbeitenden um die erste Absicherung von insgesamt sechs beschädigten Leitplanken. Die Polizei ermittelt nun den genauen Sachverhalt. Am Mercedes entstand Totalschaden. Ein Abschlepper brachte ihn von der Unfallstelle.

Hinweis der Polizei:

Die Straßenverkehrsordnung fordert von jedem Fahrer, bei der Teilnahme am Verkehr zu jeder Zeit körperlich fit zu sein. Übermüdung kann schnell zu Sekundenschlaf führen. Dadurch drohen Unfälle mit schweren Folgen für die Fahrer und Dritte. Deshalb drohen den Verursachern auch hohe Strafen. Die Polizei rät daher, vor Fahrtantritt ausreichend zu schlafen, regelmäßige Pausen einzulegen oder Parkplätze für kurze Bewegungen zu nutzen und den Kreislauf so in Schwung zu halten.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Unfälle in Baden-Württemberg gehen zurück

Weniger Unfälle als im ersten Halbjahr 2020 gab es seit Beginn der amtlichen Statistik noch nie – und die Unfallstatistik wurde schon 1953 eingeführt!

Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen.“, betonte Innenminister Thomas Strobl, schränkte aber auch ein: „Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Der Rückgang bei den Unfällen in BaWü ist beeindruckend: von 161.817 im ersten Halbjahr 2019 auf 126.198 im ersten Halbjahr 2020 ( -22%) Weniger schön: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.

Ulrike Dietz