Luftqualität in Hamburg-Nord moderat.

(digitaldaily.de) Im Stadtteil Hamburg-Nord erfasste die Station Hamburg Habichtstraße heute Morgen einen Feinstaub-Wert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) und einen Stickstoffdioxid-Wert von 46 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), der einer moderaten Luftqualität entspricht.
Während kurze Aufenthalte und Aktivitäten im Freien unschädlich sind, sollten vor allem vorgeschädigte Personen (Asthma, Allergiker, etc) lang andauernde Aufenthalte im Freien vermeiden.

#Warum kann Stickstoffdioxid ein Problem sein?

Starker Autoverkehr und auch veraltete Heizungsanlagen sind in Großstädten wie Hamburg die häufigsten Gründe dafür, dass sich das Reizgas Stickstoffdioxid (NO₂) bildet (Autoabgase tragen bis zu 80% der Belastung bei). Vor allem Dieselmotoren sind eine wichtige Quelle des gesundheitsgefährdenden Gases, sie machen rund 70% der von Autos verursachten NO₂-Belastung aus. Ein umstrittenes Thema sind die sogenannten „Grenzwerte“ für NO₂-Belastungen. Die Immissionsgrenzwerte nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation wurden für Stickstoffdioxid auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresdurchschnitt und 200 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im 1-Stundendurchschnitt festgelegt. Es gibt Experten, die diese Grenzwerte in Frage stellen. Reizungen und Schwächungen unserer Atemwege können eintreten, wenn der Stickstoffdioxid-Gehalt der Luft zu hoch ist.

#Luftwerte überschreiten Jahreshöchstgrenze

Im Monat Juli lag für die Station Hamburg Habichtstraße der Durchschnittswert der Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft bei 83 Mikrogramm pro Kubikmeter und somit überhalb des vorgeschriebenen Jahresdurchschnittsgrenzwertes.

#Hamburg-Nord im Vergleich
Die 7 km entfernte Station Hamburg Sternschanze hat in der gleichen Zeit eine deutlich schlechtere Luftqualität aufgewiesen.
Über alle Stadtteile hinweg weist Hamburg insgesamt eine gute Luftqualität auf.

#Luftqualität-Entwicklung vorrausichtlich positiv

Die Meteorologen sagen für Hamburg-Nord ein Hochdruckgebiet und Wind aus West vorher. Entsprechend ist mit einer leichten Verbesserung der Luftwerte zu rechnen.

(Luftdaten: UBA, Wetterdaten: DWD)

Ulrike Dietz