Unfall BW: (BC) Frontaler Zusammenstoß / Nach einem Unfall am Mittwoch bei Warthausen schwebt ein Motorradfahrer in Lebensgefahr.

Ulm (ddna)

Gegen Vormittag war ein 50-Jähriger mit seiner BMW von Herrlishöfen in Richtung Äpfingen unterwegs. Auf gerader Strecke wollte der Motorradfahrer ein Auto überholen. Dabei übersah er wohl den entgegenkommenden Mercedes eines 65-Jährigen. Die Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Dabei erlitt der Motorradfahrer erhebliche Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schwebt er in Lebensgefahr, weshalb er mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht wurde. Der Fahrer des Mercedes erlitt keine schwerwiegenden Verletzungen. Rettungskräfte brachten auch ihn in ein Krankenhaus. Die Verkehrspolizei nahm den Unfall auf und ermittelt nun neben der Schwere der Verletzungen auch den Sachschaden an den Fahrzeugen.

In 17 Prozent der Verkehrsunfälle war im Jahr 2021 die Ursache auf Missachten der Vorfahrt, zurückzuführen. Zu hohe Geschwindigkeit war bei elf Prozent die Ursache, Fehler beim Abbiegen bei fünf Prozent und falsches Überholen bei vier Prozent. Das seien alles Ursachen, die auf Eile zurückzuführen seien, sagt die Polizei. Zusammen genommen mache damit Eile die Ursache von mehr als einem Drittel (37 Prozent) der Unfälle aus. Dabei sei der Zeitgewinn durch schnelles Vorankommen höchstens im Bereich weniger Minuten. Dafür aber würden Leben und Gesundheit anderer Menschen aufs Spiel gesetzt. Die Polizei mahnt deshalb zur Ruhe, Vorsicht und Rücksicht. Damit alle sicher ankommen.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Unfälle in Baden-Württemberg gehen zurück

1953 startete in unserem Bundesland die amtliche Unfallstatistik und die gute Nachricht: Noch nie gab es seitdem so wenig Unfälle wie im ersten Halbjahr 2020!

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu den Halbjahreszahlen: „Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Bemerkenswert sind die gesunkenen Unfallzahlen auf jeden Fall: Die Zahlen gingen von 161.817 in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 126.198 in den ersten sechs Monaten 2020 zurück (22% weniger). Klarer Wermutstropfen: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.

Ulrike Dietz