Blaulicht BW: (UL) Die Luft ist raus / 26 Autos waren das Ziel von Unbekannten in der Nacht um Donnerstag in Ulm. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

Ulm (ddna)

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren die Unbekannten in der Westerlinger Straße, dem Reichenauer Weg, dem Presselweg, dem Weyermannweg, der Weickmannstraße, dem Weißenburgweg, der Soldatenstraße und der Moltkestraße unterwegs. Sie ließen an 26 Fahrzeugen teils an mehreren Reifen durch die Ventile die Luft ab. Vereinzelt platzierten die Täter auch Schrauben unter den Rädern, so dass beim Wegfahren die Reifen beschädigt worden wären. Doch die Besitzer der Fahrzeuge sahen dies zum Glück rechtzeitig. Die Polizei geht davon aus, dass weitere Fahrzeuge betroffen sein könnten. Sie sucht nun nach den Täter und bittet um Hinweise an die Kriminalpolizei unter der Telefon -Nr. 07310.

An einzelnen Fahrzeugen fand die Polizei Notizen, die von den Tätern stammen könnten. Darauf geben sich die Verfasser als Klimaaktivisten aus. Die Ermittlungen der Polizei sollen nun zeigen, wer hinter diesen Sachbeschädigungen steckt.

Bereits im April waren in der Ulmer Weststadt elf Fahrzeuge auf dieselbe Weise angegriffen worden. Auch hier hatten Unbekannte die Luft aus den Reifen abgelassen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dazu haben zu keinem Täter geführt.

Gewalt und Vandalismus gehen jeden etwas an, sagt die Polizei. Jeder trage Verantwortung dafür, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft friedlich und zivilisiert verläuft. Unabhängig gesetzlicher Vorgaben sei zudem jede und jeder dankbar dafür, in einer Notsituation Hilfe zu erfahren. Dazu gehöre auch, der Polizei als Augenzeuge zur Verfügung zu stehen, betont die Polizei. Und weiter: „Straftaten sind kein legitimes Mittel demokratischer Auseinandersetzungen. Hier steht der Diskurs im Vordergrund, der im Idealfall zu einem Kompromiss führt, den alle mittragen können.“ Die eigene Meinung mit Gewalt durchzusetzen sei dagegen nicht nur unsozial sondern führe immer mehr in die eigene Isolation. Wer gegen die von der Gemeinschaft der Menschen eines Landes durch ihre gewählten Vertreter geschaffenen Regeln verstoße, versetze sich selbst immer mehr ins „Aus“.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)