Unfall BW: Linienbus kollidiert mit Wohnmobil und prallt gegen die Wand eines Discounters

Ludwigsburg (ddna)

Drei Verletzte und ein Gesamtsachschaden von ca. 115.000 Euro ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, der sich gegen Nachmittag am Busbahnhof Herrenberg ereignete. Nach bisherigen Ermittlungen drehte der 72- jährige Lenker eines Omnibusses am Busbahnhof, um über die westliche Ausfahrt an die parallel zur Kalkofenstraße befindlichen Haltestellen zu gelangen. Aus noch ungeklärter Ursache prallte er gegen ein auf der Kalkofenstraße in Richtung der Sporthallen fahrendes Wohnmobil der Marke VW. Durch die Kollision wurde das Wohnmobil abgewiesen und kam an einem Hang zum Stehen. Der Bus durchbrach den gegenüber der Haltestelle befindlichen Zaun und rutschte eine ca. acht Meter tiefe Böschung hinunter, bevor er an der Außenwand eines Lebensmitteldiscounters zum Stehen kam. Durch die Kollisionen wurde der Busfahrer schwer, der 68-jährige Fahrer des Wohnmobils leicht verletzt. Eine Mitarbeiterin des Discounters, die sich zum Unfallzeitpunkt im Aufenthaltsraum befand, wurde durch die herumfliegenden Scherben einer zerstörten Glasscheibe leicht verletzt. Der Busfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus transportiert und noch am Abend einer Operation unterzogen. Ein auf dem Parkplatz des Discounters geparkter VW Golf wurde durch herumfliegende Betonteile beschädigt. Zur Erforschung der Unfallursache wurde beim Busfahrer eine Blutprobenentnahme entnommen, außerdem wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Bergung der Fahrzeuge, die mit zwei Kranfahrzeugen unterstützt wurde, dauerte bis in den späten Freitagabend an. Neben fünf Streifenfahrzeugen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg waren die Feuerwehr Herrenberg, ein Rettungshubschrauber und weitere Rettungskräfte an der Unfallörtlichkeit eingesetzt.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Weniger Unfälle in Baden-Württemberg

1953 startete in unserem Bundesland die amtliche Unfallstatistik und die gute Nachricht: Noch nie gab es seitdem so wenig Unfälle wie im ersten Halbjahr 2020!

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu den Halbjahreszahlen: „Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Bemerkenswert sind die gesunkenen Unfallzahlen auf jeden Fall: Die Zahlen gingen von 161.817 in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 126.198 in den ersten sechs Monaten 2020 zurück (22% weniger). Weniger schön: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.

Ulrike Dietz