Baden-Württemberg (Ulm): (BC) Auto stößt mit Motorrad zusammen / Sachschaden und ein verletzter Motorradfahrer sind die Bilanz eines Unfalls am Mittwoch bei Maselheim.

Der 29-Jährige fuhr gegen Abend in der Biberacher Straße in Äpfingen. An der Einmündung zur L266 wollte er mit seinem Audi nach links in Richtung Biberach abbiegen. Von links aus Richtung Biberach näherten sich zwei Fahrzeuge. Die wollten nach rechts in die Biberacher Straße abbiegen und hatten dies auch durch Blinkzeichen angekündigt. Der 29-Jährige fuhr in den Einmündungsbereich und übersah wohl den hinter den beiden abbiegenden Autos fahrenden Motorradfahrer. Der hatte Vorfahrt und war geradeaus in Richtung Baltringen unterwegs. Am Einmündungsbereich kam es zum Zusammenprall und der Kradlenker stürzte. Dabei zog er sich Verletzungen am Bein zu. Ein Rettungswagen brachte den 17-Jährigen in eine Klinik. Seine Aprilia war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 4.500 Euro.


In 17 Prozent der Verkehrsunfälle war im Jahr 2021 die Ursache auf Missachten der Vorfahrt, zurückzuführen. Zu hohe Geschwindigkeit war bei elf Prozent die Ursache, Fehler beim Abbiegen bei fünf Prozent und falsches Überholen bei vier Prozent. Das seien alles Ursachen, die auf Eile zurückzuführen seien, sagt die Polizei. Zusammen genommen mache damit Eile die Ursache von mehr als einem Drittel (37 Prozent) der Unfälle aus. Dabei sei der Zeitgewinn durch schnelles Vorankommen höchstens im Bereich weniger Minuten. Dafür aber würden Leben und Gesundheit anderer Menschen aufs Spiel gesetzt. Die Polizei mahnt deshalb zur Ruhe, Vorsicht und Rücksicht. Damit alle sicher ankommen.


Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Weniger Unfälle in Baden-Württemberg

Seit 1953 die offizielle Statistik für unser Bundesland eingeführt wurde, gab es noch nie so wenig Unfälle wie im ersten Halbjahr 2020!

Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen“, sagte Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Halbjahresstatistik.

Das Sinken der Unfallzahlen ist auf jeden Fall beachtlich: im ersten Halbjahr 2019 von 161.817 auf 126.198 im ersten Halbjahr 2020 (minus 22%). Immer noch nicht gut: 146 Menschen wurden bei Unfällen auf den Straßen unseres Bundeslandes getötet, rund 19.000 verletzt.