Baden-Württemberg (Ulm): (GP) Unfall verursacht und weiter gefahren / Keinen Führerschein mehr hatte der Unfallverursacher am Mittwoch bei Bad Überkingen.

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Am Mittag sah eine Polizeistreife den Peugeot auf der B466 fahren. Der fuhr von Bad Überkingen in Richtung Geislingen. Das Auto hatte vorne links einen platten Reifen und fuhr auf der Felge. Die Polizisten stoppten den Fahrer. Am Steuer saß ein 85-Jähriger. Während der Kontrolle ging die Meldung ein, dass der Fahrer des Peugeot kurz zuvor einen Unfall verursacht hatte und weiter fuhr. Demnach geriet er auf der B466, Höhe Hausen, auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender VW konnte durch ein Ausweichmanöver nach rechts einen Frontalzusammenstoß verhindern. Dennoch streiften die Autos aneinander. Hinter dem VW fuhr ein 46-Jähriger mit seinem Auto. Er nach links aus und konnte einen Unfall mit dem Peugeot vermeiden. Der 85-jährige Unfallverursacher fuhr weiter. Verletzte gab es nicht. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 85-Jährige keinen Führerschein mehr hatte. Der wurde ihm entzogen. Der nicht mehr fahrbereite Peugeot wurde abgeschleppt. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 5.000 Euro.


Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt sondern eine Straftat, mahnt die Polizei. Wer wegfährt, ohne sich um Schäden zu kümmern riskiert eine Freiheitsstrafe und seinen Führerschein. Wer wartet hat in aller Regel lediglich mit einem Bußgeld zu rechnen. Die Polizei empfiehlt deshalb, sich sofort beim Unfallgegner zu melden oder bei der Polizei.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Unfälle in Baden-Württemberg gehen zurück

Seit 1953 die offizielle Statistik für unser Bundesland eingeführt wurde, gab es noch nie so wenig Unfälle wie im ersten Halbjahr 2020!

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu den Halbjahreszahlen: „Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Der Rückgang bei den Unfällen in BaWü ist beeindruckend: im ersten Halbjahr 2019 von 161.817 auf 126.198 im ersten Halbjahr 2020 (minus 22%). Weniger schön: 146 Menschen wurden bei Unfällen auf den Straßen unseres Bundeslandes getötet, rund 19.000 verletzt.


Matthias Koprek