Baden-Württemberg (Karlsruhe): (KA) Betrüger erbeuten hohe Summe durch sogenannten Schockanruf – Augenzeugen gesucht

Eine Karlsruherin übergab am Mittwochnachmittag einem unbekannten Geldabholer Wertgegenstände in einem sechsstelligen Wert, nachdem sie von einer angeblichen Polizistin mit einem „Schockanruf“ zur Kautionszahlung aufgefordert wurde.

Die 57-jährige Geschädigte erhielt am Mittwoch am Nachmittag einen Anruf, bei dem sich eine Frau als Polizeibeamtin ausgab und von einem folgenschweren selbstverursachten Unfall schilderte. Aus diesem Grund müsse die Angerufene eine Zahlung von 100.000 Euro leisten, um einen Gefängnisaufenthalt ihrer Tochter zu verhindern, so die Anruferin.

In gutem Glauben, ihrer Tochter aus der misslichen Lage zu helfen, übergab die Angerufene etwa 45 Minuten später in der Schauinslandstraße in Karlsruhe Schmuck und Wertgegenstände im Wert von etwa 150.000 Euro an einen Mann.

Der etwa 50-jährige Geldabholer wurde etwa 180 cm groß und mit roten, bis zum Kinn reichenden Haaren – vermutlich eine Perücke – beschrieben. Er trug eine blaue karierte Jacke und blaue Jeans, sowie eine dunkle Schildmütze.

Zeugen, die Hinweise zu dem Geldabholer geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter 0721-5555 zu melden.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, bei telefonischen Geldforderungen immer besonders misstrauisch zu sein, sofort aufzulegen und niemals Geld an fremde Personen zu übergeben.

Dennis Krull, Pressestelle

Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Manuela Hennig