Nordrhein-Westfalen (Dortmund): Großes Lob der Polizei an die Schulkinder in Dortmund und Lünen

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Ein großes Lob spricht die Polizei den Schulkindern in Dortmund und Lünen aus: „Sehr viele Jungen und Mädchen beherzigen, was sie über sicheres Verhalten im Straßenverkehr in einer Großstadt gelernt haben. Sie bewegen sich vorbildlich auf Schulwegen und sind sehr aufmerksam“, lautet die Bilanz von Polizeihauptkommissar Sascha Schlusemann sechs Wochen nach Schulbeginn.


Der Leiter des Teams der Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Dortmund schränkt allerdings ein: „Während die Schülerinnen und Schüler gute Vorbilder abgeben, sind es Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schulen fahren, in unübersichtlichen Situationen wenden und andere Kinder dabei gefährden. Obwohl wir das ganze Jahre über vor genau diesen Gefahren durch Eltern-Taxis warnen.“


An Schulen, an denen sich engagierte Eltern aktiv für die Sicherheit auf Schulwegen einsetzen, sind die Probleme dagegen deutlich kleiner. „An den anderen Schulen stellen wir immer wieder Wellenbewegungen fest: Mit Gesprächen und Kontrollen sorgen wir dafür, dass Eltern nicht bis vor die Schulen fahren – mit der Zeit lässt die Wirkung der Gespräche aber wieder nach“, erklärt der Polizeihauptkommissar.


Vorbildlich verhalten sich auch jene Eltern, die ihre Kinder zu Fuß begleiten und das Verhalten und die Entscheidungen der Kinder beobachten, bei Bedarf korrigieren und die Jungen und Mädchen so Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit führen. So – und nicht passiv im Auto sitzend – lernen Kinder am besten, wie sie Situationen im Straßenverkehr einschätzen müssen.


Deutliche Worte findet Polizeihauptkommissar Sascha Schlusemann auch für Raser auf Schulwegen, wo meistens Tempo 30 gilt: „Wer auf solchen Straßen 60 km und mehr fährt und bei diesem Tempo mit dem Auto ein Kind erfasst, wird das Kind sehr wahrscheinlich töten. Deshalb mein eindringlicher Appell an alle, die motorisiert unterwegs sind: Sie sind nicht allein unterwegs – und Sie tragen eine sehr große Verantwortung im Straßenverkehr. Also: Runter vom Gas!“


Bei rund 2000 Tempokontrollen auf Schulwegen in der 38. Kalenderwoche wiederholt u.a. im Bereich der Erich-Kästner-Grundschule in Brackel sowie in der Nordstadt (Nordmarkt und Osterholzstraße) fielen zahlreiche motorisierte Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit zu hohem Tempo auf (z.B. 49, 57, 60 und 67 km bei Tempo 30). Die Polizei sanktionierte auch falsches Parken und die Benutzung von elektronischen Geräten während der Fahrt (im Auto oder auf dem Rad). Die Verkehrsüberwachung auf Schulwegen findet nicht nur in den ersten Wochen seit Schulbeginn statt, sondern das ganze Jahr über.


In den vergangenen sechs Wochen ereignete sich ein Schulwegunfall, bei dem zwei Mädchen erheblich verletzt wurden (siehe auch: https:/tmund.polizei.nrwsseo-erfasst-kinder-an-einem-schulbus-zwei-maedchen-schwer-verletzt).

Quelle: Polizei Dortmund, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Ulrike Dietz