Nordrhein-Westfalen (Dortmund): Schwerer Auffahrunfall auf der A 1 bei Gevelsberg

Am Donnerstagnachmittag (22. September 2022) kam es zu einem Auffahrunfall auf der A 1 in Fahrtrichtung Bremen bei Gevelsberg zwischen einem Autotransporter und einem Lkw. Der 48-Jährige Fahrer aus Polen wurde dabei im Transporter eingeklemmt und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen.

Ersten Ermittlungen zufolge bremste der 46-Jährige Fahrer aus Belarus gegen Nachmittag seinen Lkw auf dem rechten Fahrstreifen aufgrund des Verkehrs bis zum Stillstand runter. Der Autotransporter fuhr in Folge aus bisher ungeklärter Ursache nahezu ungebremst auf den stehenden Lkw auf. Ein dritter am Unfall beteiligter 28-Jähriger Fahrer aus Hannover überfuhr mit seinem Pkw Trümmerteile der Fahrzeuge. Der Transporter des 48-Jährigen wurde so stark deformiert, dass die Feuerwehr den Mann mit schwerem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreien musste.


Die eingesetzten Polizisten sperrten die Richtungsfahrbahn Bremen für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der Verkehrsunfallaufnahme. Dies hatte zur Folge, dass sich die Staulänge auf bis zu sieben Kilometer erstreckte.

Ein Rettungshubschrauber brachte den schwerverletzten Mann in ein Krankenhaus. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf ca. 10.000 Euro.

Quelle: Polizei Dortmund, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Auch wenn 2019 32 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, es waren immer noch 458 Todesopfer.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Zu den vermeidbaren Unfallursachen zählte die Polizei in 2019 in 97 Mal zu schnelles Fahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt als sie starben, 39 Menschen kamen ums Leben, weil Drogen oder Alkohol im Spiel waren und einer starb, weil er am Steuer das Handy benutzte. 1.800 pro Tag krachte es in Nordrhein-Westfalen 2019 – insgesamt nahm die Polizei 679.000 Unfälle auf.

Am schlimmsten auch für die Rettungskräfte: wenn Kinder bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder sogar getötet werden. In 5 Fällen konnten Sanitäter und Ärzte 2019 für die Kinder nichts mehr tun.


Andreas Krämer