Nordrhein-Westfalen (Dortmund): Schwerer Verkehrsunfall auf der A 2 bei Alkohol im Spiel

In den frühen Morgenstunden des 23. September 2022 kam es zu einem Verkehrsunfall auf der A 2 bei Beckum in Fahrtrichtung Oberhausen, bei dem sich ein Pkw überschlug. Drei Personen wurden durch den Unfall leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach ersten Erkenntnissen stieß ein Pkw gegen 3:14 Uhr seitlich mit einem Lkw des 64-Jährigen aus Lüdenscheid zusammen, sodass dieser nach links von der Fahrbahn abkam und mit der Betonschutzwand kollidierte. Durch den Aufprall überschlug sich der Pkw und kam auf dem Fahrzeugdach zum Liegen. Zudem überfuhr eine 30-Jährige aus Meinerzhagen mit ihrem Auto Fahrzeugteile.


In dem Pkw befanden sich ein 30-Jähriger Mann und eine 32-Jährige Frau aus Duisburg. Beide waren betrunken. Wer den Pkw gefahren hat, ist derzeit Bestandteil der Ermittlung. Am Unfallort wurden gegenüber den Polizisten widersprüchliche Angaben gemacht, wodurch die Beteiligungen noch nicht abschließend geklärt sind. Erste Hinweise, dass eine weitere Person zu Fuß von dem Unfall flüchtig ist, konnten sich zunächst nicht erhärten. Fahndungsmaßnahmen unter anderem mit Einsatz eines Hubschraubers verliefen negativ. Der diensthabende Arzt entnahm dem 30-Jährigen und der 32-Jährigen auf der Wache eine Blutprobenentnahme. Den Pkw sowie die Bekleidung beider stellten die Beamten sicher.


Der Tank des Lkw riss durch die Kollision auf, wodurch Betriebsstoffe ausliefen. Zwecks Reinging der Fahrbahn wurde die Richtungsfahrbahn kurzzeitig gesperrt. Gegen Morgen wurde der linke und mittlere Fahrstreifen wieder freigegeben. Die Sperrung des rechten Fahrstreifens dauert noch an. Es entstand ein hoher Sachschaden von mehreren tausend Euros.


Quelle: Polizei Dortmund, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Ein schöner Tiefst-Stand: seit 1953 hat es nie weniger Verkehrstote gegeben als in 2019. Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. Die Zahl ist fast unglaublich: 1.800 Unfälle pro Tag gab es 2019 in NRW, 679.000 insgesamt.

Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.


Matthias Koprek