Nordrhein-Westfalen (Dortmund): Unbekannter Fahrer flüchtet nach Verkehrsunfall von der Lindenhorster Straße in Polizei sucht Zeugen

Nach einer Verkehrsunfallflucht am Dienstagmittag (20. September 2022) auf der Lindenhorster Straße in Dortmund-Eving sucht die Polizei nun Zeugen.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein unbekannter Verkehrsteilnehmer gegen Mittag mit seinem Fahrzeug unter der Eisenbahnbrücke an der Lindenhorster Straße 71 in Dortmund her. Offensichtlich war das Fahrzeug zu hoch, sodass Schäden an der Brücke entstanden.

Dabei wurden u.a. zwei Kameras und Signalgeber für die dortige Ampelanlage heruntergerissen.

Der unbekannte Verursacher flüchtete vom Unfallort. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 3.000 Euro.

Die Polizei Dortmund sucht nun Zeugen, die Angaben zum Unfall und flüchtigen Fahrzeug machen können.

Quelle: Polizei Dortmund, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Feigheit oder Blackout: Abhauen nach Unfall nimmt zu

Eine gute Nachricht ist ohne Zweifel, dass es in unserem Bundesland immer weniger Verkehrsunfälle gibt. Aber: die Polizei ist besorgt, weil immer mehr Fahrer in Nordrhein-Westfalen vom Unfallort einfach abhauen. 2019, im Vergleich zu 2015, waren 5.000 Unfallbeteiligte mehr verschwunden: insgesamt 143.500 Fahrerinnen und Fahrer!

NRW-Innenminister Herbert Reul zu dieser Entwicklung: „Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“.

Die Chance mit einer Flucht vom Unfallort davon zu kommen ist nicht gut: 40,9% der Fälle werden von der Polizei aufgeklärt. Von 10 Verkehrsunfällen mit Getöteten und Fahrerflucht wurden 2019 sogar acht Fälle aufgeklärt. Von denen mit Schwerverletzten immerhin noch gut die Hälfte.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.


Ulrike Dietz