Nordrhein-Westfalen (Recklinghausen): Zusammenprall mit Radfahrer hat Folgen

Im Industriegebiet an der Gottlieb-Daimler-Straße ist heute Morgen ein 22-jähriger Radfahrer aus Marl angefahren worden. Der beteiligte Autofahrer fuhr nach einem kurzen Gespräch mit dem Radfahrer weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Marler gegen 6:10 Uhr auf dem Radweg unterwegs – auf dem Weg zur Arbeit. Der Autofahrer kam aus einer Grundstücksausfahrt gefahren und stieß dabei mit dem Radfahrer zusammen. Anschließend sprachen die Beiden zwar kurz miteinander, sie tauschten allerdings keinen Personalien aus und riefen auch nicht die Polizei. Der Autofahrer fuhr schließlich weiter. Wenig später wurde die Polizei dann doch verständigt, zumal der 22-Jährige bei dem Unfall leicht verletzt wurde. Der Autofahrer, ein 29-Jähriger aus Dorsten, konnte – auch dank Zeugenangaben – schnell ermittelt werden. Dem Mann droht eine Anzeige wegen Unfallfluchts. Um das zu vermeiden, sollten Sie nach einem Unfall direkt die Polizei anrufen. Das gilt vor allem dann, wenn einer der Beteiligten – wenn auch nur möglicherweise – verletzt wurde. Bei dem Unfall entstand zudem Sachschaden in Höhe von etwa 1.300 Euro.


Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Seit 1953 werden Verkehrsunfälle in den Polizeiarchiven festgehalten und noch nie hat es seitdem so wenig Verkehrstote gegeben wie im vergangenen Jahr. Auch wenn 2019 32 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, es waren immer noch 458 Todesopfer.

Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar. Das ist kein Pech oder Schicksal, sondern oft Gedankenlosigkeit und Leichtsinn“ so Innenminister Herbert Reul. Das Ziel sei es, dass im Jahr 2050 nur noch im schlimmen Ausnahmefall ein Mensch durch einen Autounfall getötet wird.

Vermeidbare Unfälle mit Todesopfern – dazu zählte die Polizei in 2019 in 97 Fällen zu schnelles Fahren, bei 39 Menschen wurde Alkohol- oder anderer Drogenmissbrauch festgestellt, 31 Getötete waren nicht angeschnallt und in einem Fall hatte das Opfer beim Fahren mit dem Handy telefoniert. 1.800 pro Tag krachte es in Nordrhein-Westfalen 2019 – insgesamt nahm die Polizei 679.000 Unfälle auf.

Am schlimmsten auch für die Rettungskräfte: wenn Kinder bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder sogar getötet werden. In 5 Fällen konnten Sanitäter und Ärzte 2019 für die Kinder nichts mehr tun.


Matthias Koprek
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