Nordrhein-Westfalen (Köln): Eröffnung der Karnevalssession – vorläufige Einsatzbilanz (Stand 22 Uhr)

Mehrere Polizeiwagen am Einsatzort (Symbolisches Bild, Quelle: Polizei)

Köln (ddna)
Mehr als tausend Polizistinnen und Polizisten waren am Freitag (11. November 2022) zur Sessionseröffnung für viele tausend friedlich feiernde Jecken im Einsatz. Bereits vor 12 Uhr waren die Veranstaltungsflächen, insbesondere im Kwartier Latäng, aufgrund des hohen Besucheraufkommens stark ausgelastet. Unterstützung der städtischen Sicherheitskräfte durch Bereitschaftspolizei war bereits früh am Einlass zum Zülpicher Viertel erforderlich, um den Druck von der Sperrstelle zu nehmen. Polizeikräfte riegelten den Tunnel am Bahnhof Süd ab und leiteten die Ankommenden in Richtung Aachener Weiher weiter. Die Kölner Verkehrsbetriebe stellten ab Mittag den Bahnverkehr zur Verhinderung von gefährlichen Situationen auf den Innenstadtlinien ein.
Schon in den frühen Nachmittagsstunden und mit erhöhtem Alkoholkonsum forderte das daraus resultierende Aggressionspotential immer wieder deutlich erkennbare Polizeipräsenz. Aufgrund dieser Entwicklung wurden weitere Einheiten der Bereitschaftspolizei NRW nach Köln alarmiert. Wie angekündigt, griffen Einsatzkräfte frühzeitig und konsequent ein.
Bis 22 Uhr fertigten die Beamten nach vorläufigen Erkenntnissen 71 Strafanzeigen, davon überwiegend Körperverletzungsdelikte sowie Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzungen, Taschendiebstahls und Sexualstraftaten.
Am Abend häuften sich außerdem Meldungen auf der Innenstadtwache zu Diebstahlsdelikten sowie Raubstraftaten im Bereich der Zülpicher Straße. Die Einsatzleitung der Polizei Köln ordnete daher eine verstärkte Präsenz im Umfeld der Tatorte an.
Bei einer körperlichen Auseinandersetzung unter mehreren Männern erlitt ein 27-jähriger Mann am Freitagabend im Hiroshima-Nagasaki-Park einen Messerstich in den Rücken. Rettungskräfte brachten den Leichtverletzten zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Laut Zeugenaussagen hatten sich die Männer gegen 18 Uhr in dem Park zunächst gestritten. Anschließend soll der etwa 21- bis 23-jährige und nicht kostümierte Tatverdächtige dem Karnevalisten eine Stichverletzung zugefügt haben. Nach deren körperlichen Auseinandersetzung unter allen Beteiligten flüchteten der unbekannte Angreifer mit „Undercut“-Frisur und schwarzer Jacke und seine beiden Begleiter vom Tatort. Hinweise zur Tatgeschehen, zu dem Flüchtigen und seinen beiden Begleitern nimmt das Kriminalkommissariat 51 unter 0221-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.
Bis zum Freitagabend (22 Uhr) sprachen Einsatzkräfte 33 Platzverweise aus. Neun überwiegend alkoholisierte Personen nahmen Einsatzkräfte für den Rest des Tages in Polizeigewahrsam.
Die in dieser Bilanz dargestellten Kriminalitätszahlen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei Köln eingehen können beziehungsweise dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich ein Raub in einer Vernehmung als Diebstahl herausstellt. Eine abschließende Bewertung ist vielfach erst zu einem späteren Zeitpunkt und nach weiteren Ermittlungen möglich. Eine Einsatz- und Kriminalitätsstatistik aus der Nacht, wird die Polizei Köln am Samstag (12. November 2022) am späten Vormittag veröffentlichen.

Quelle: Polizei Köln, Übermittlung: news aktuell
(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)


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