Nordrhein-Westfalen (Bielefeld): Betrunkener Falschfahrer verursacht Unfall

Bielefeld (ddna)
HC/ Bielefeld- A 2- Herford- Vlotho- Nach einer Falschfahrt auf der A 2 stieß ein Wagen gestern (24. Januar 2023) gegen die Leitplanke und flüchtete. An der Halteranschrift trafen Polizisten auf den angetrunkenen Fahrer.
Eine 25-jährige Fiat-Fahrerin aus Berlin befuhr gegen Abend den rechten Fahrstreifen der A 2 in Richtung Dortmund. Circa 1000 Meter vor der Anschlussstelle Vlotho-West kam ihr ein VW Golf auf dem linken der drei Fahrspuren entgegen. Die 25-Jährige verringerte die Geschwindigkeit, als der Entgegenkommende über den mittleren und rechten Fahrstreifen fuhr und in die Schutzplanke prallte. Die Fiat-Fahrerin leitete eine Vollbremsung ein, um den Zusammenprall zu verhindern.
Der Falschfahrer wendete seinen VW und flüchtete in die richtige Fahrtrichtung vom Unfallort. Die Augenzeugin informierte die Polizei und gab sowohl das Kennzeichen des Flüchtigen sowie eine Fahrerbeschreibung durch.
Polizisten der Polizei Herford fuhren die Halteranschrift des abgelesenen Kennzeichens an und fanden dort den beschädigten VW Golf. Es konnte der betrunkene 42-Jährige, auf den die Beschreibung des Fahrers zutraf, angetroffen werden. Auf der Polizeistation Herford wurde dem 42-jährigen Vlothoer eine Blutprobenentnahme entnommen und sein Führerschein sichergestellt.
Fahrer, die dem Falschfahrer ausweichen mussten, werden gebeten, sich an das Verkehrskommissariat 1 unter 0521-545-0 zu wenden.

Quelle: Polizei Bielefeld, Übermittlung: news aktuell
(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Feigheit oder Blackout: Abhauen nach Unfall nimmt zu

Eine gute Nachricht ist ohne Zweifel, dass es in unserem Bundesland immer weniger Verkehrsunfälle gibt. Weniger schön: immer häufiger flüchten Fahrer und Fahrerinnen in Nordrhein-Westfalen von der Unfallstelle. Innerhalb von nur vier Jahren erhöhte sich die Zahl der Unfallfluchten um 5.000 Fahrerinnen und Fahrer – von 139.000 auf 143.000!

NRW-Innenminister Herbert Reul zu dieser Entwicklung: „Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“.

Immerhin, die Aufklärungsquote lag 2019 bei 40,9 %. Von 10 Verkehrsunfällen mit Getöteten und Fahrerflucht wurden 2019 sogar acht Fälle aufgeklärt. Von denen mit Schwerverletzten immerhin noch gut die Hälfte.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.


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