Nordrhein-Westfalen (Bonn): Falscher Handwerker raubte Handtasche in Wohnung – 42-Jähriger im Rahmen der Fahndung vorläufig festgenommen

Einbrecher hebelt Fenster auf (Symbolisches Bild, Quelle: Polizei)

Bonn (ddna)
In den frühen Nachmittagsstunden des 24. Januar 2023 war ein falscher Handwerker auf dem Pappelweg in Bonn-Heiderhof unterwegs. Gegen 14 Uhr klingelte er an der Wohnungstüre einer 84-Jährigen und versuchte, mit einem Vorwand in die Wohnung zu gelangen. Hierzu erklärte er, dass er „ein Kabel überprüfen müsse“. Hierauf reagierte die Seniorin aber nicht.
Nachdem die Frau die Zugangstüre nach einem erneuten Klingeln einen Spalt geöffnet hatte, drückte der falsche Handwerker die Türe gewaltsam so auf, dass die Bewohnerin stürzte. Der Unbekannte entriss der Geschädigten dann eine Handtasche mit entsprechendem Inhalt und flüchtete dann aus der Wohnung. Hierbei zog sich die 83-Jährige leichte Verletzungen zu. Im Bereich des Treppenhauses begegnete er einer weiteren Hausbewohnerin, die er zu Seite schubste und ebenfalls leicht verletzte.
Augenzeugen beobachteten, wie der Tatverdächtige zu einem in der Nähe des Hauses abgestellten PKW lief und davonfuhr. Er wurde im Rahmen der von der alarmierten Polizei eingeleiteten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen in seinem Fahrzeug gestellt und vorläufig festgenommen. Die geraubte Handtasche wurde noch nicht aufgefunden.
Der 42-Jährige ist der Polizei wegen gleichgelagerter Delikte bekannt. Während der Tatortaufnahme meldete sich eine weitere Bewohnerin des Hauses. Die 74-Jährige erklärte, dass der Tatverdächtige auch in ihrer Wohnung gewesen sei.
Das zuständige KK 13 Hat die Ermittlungen zu dem Fall übernommen und bittet mögliche weitere Geschädigte, sich unter 0228-150 mit der Kripo in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizei Bonn, Übermittlung: news aktuell
(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn weder Polizei noch Alarmanlage helfen – Einbrüche in NRW

Immerhin: In unserem Bundesland wird in diesem Jahr weniger eingebrochen als in den Jahren zuvor! Dass die Einbruchsdelikte noch weniger werden hatte allerdings die Mehrheit der Experten vorausgesagt.

Durch das zehntausendfache Arbeiten im Home-Office sind vielen Tätern Einbruchsversuche zu gefährlich.

Trotzdem ist die Zahl erschreckend: im ersten Halbjahr 2020 wurde täglich in 80 NRW-Wohnungen eingebrochen. Insgesamt 14.360 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche in nur sechs Monaten – kleiner Trost: das sind 600 weniger als im ersten Halbjahr des Vor-Corona-Jahres. Von durchschnittlich 82 Fällen auf täglich 80 – gut, aber kein Grund zum Jubeln.


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