Nordrhein-Westfalen (Lippe): Zeugen- und Geschädigtensuche nach Verkehrsunfallflucht.

Mehrere Polizeiwagen am Einsatzort (Symbolisches Bild, Quelle: Polizei)

Lippe (ddna)
Da sie einem anderen Fahrzeug ausweichen musste, beschädigte eine 68-Jährige am Sonntagmorgen (22. Januar 2023) einen weißen Bulli, der in der Wenkenstraße parkte. Der Verkehrsunfall ereignete sich gegen 8 Uhr, als ein Fahrer mit einem dunklen VW Combi rückwärts von einem Hof fuhr, ohne auf den Verkehr zu achten. Um einen Zusammenprall zu verhindern, wich die 68-Jährige aus und berührte dabei den parkenden Bulli. Die Bad Salzuflerin sowie der unbekannte VW-Fahrer stiegen aus ihren PKW und sprachen kurz miteinander. Danach fuhr der Mann jedoch einfach davon. Die Frau meldete den Unfall bei der Polizei. Das Verkehrskommissariat sucht nun nach dem Fahrer des dunklen VW Combis, der wie folgt beschrieben wird: 45 – 55 Jahre alt, ca. 1,75 – 1,85 m groß, schlank, dunkle Haare. Ebenso wird der Eigentümer oder die Eigentümerin des nun vermutlich beschädigten weißen Bullis, der zur Tatzeit an der Wenkenstraße in Höhe der Hausnummer 59 parkte, gebeten sich bei der Polizei zu melden. Zeugenhinweise richten Sie bitte telefonisch unter 05231 6090 an das Verkehrskommissariat.

Quelle: Polizei Lippe, Übermittlung: news aktuell
(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

In ganz NRW: immer mehr Beteiligte verschwinden von Unfallstelle

Eine gute Nachricht ist ohne Zweifel, dass es in unserem Bundesland immer weniger Verkehrsunfälle gibt. Aber: die Polizei ist besorgt, weil immer mehr Fahrer in Nordrhein-Westfalen vom Unfallort einfach abhauen. 2019, im Vergleich zu 2015, waren 5.000 Unfallbeteiligte mehr verschwunden: insgesamt 143.500 Fahrerinnen und Fahrer!

Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“, warnt Innenminister Herbert Reul.

Die Chance mit einer Flucht vom Unfallort davon zu kommen ist nicht gut: 40,9% der Fälle werden von der Polizei aufgeklärt. Von 10 Verkehrsunfällen mit Getöteten und Fahrerflucht wurden 2019 sogar acht Fälle aufgeklärt. Von denen mit Schwerverletzten immerhin noch gut die Hälfte.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.


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