Dürre und Trockenheit in Thüringen – der Dürremonitor

Dürre und Trockenheit in Thüringen

In den vergangenen Jahren waren die am stärksten von Trockenheit betroffenen Regionen in Thüringen die Landkreise Unstrut-Hainichen, Sömmerda, Saale-Holzland, Greiz und Saalfeld-Rudolfstadt.

Ob ein Boden zu dürr ist, ist äußerlich nicht unbedingt zu erkennen. Denn selbst wenn ein Feld, eine Wiese oder ein Acker matschig ist, kann es sein, dass dieses Wasser von der Oberfläche nicht tief genug in den Boden einsickert. Unterschieden wird deswegen zwischen den unterschiedlichen Bodenarten (Lehm, Sand). Berechnet wird von den Klimaexperten der sogenannte nFK-Wert, der die nutzbare Feld-Kapazität angibt (Erläuterung ganz am Schluss).

Wo ist Dürre in Thüringen?

Blickt man auf die Böden bis 60 Zentimeter Tiefe sind im Vergleich zum 20-Jahres-Mittelwert dieses Monats zurzeit in Thüringen vor allem folgende Regionen zu trocken: (Abnamhe der Wasserkapazität)

  • Landkreis Hildburghausen (-4.08 %)
  • Landkreis Eichsfeld (-2.74 %)
  • Landkreis Schmalkalden-Meiningen (-2.59 %)
  • Altenburger Land (-0.22 %)

Entwicklung des nFK Wertes

Wie wird Dürre berechnet?

Um einen möglichst präzisen Wert zu erhalten berechnet digitaldaily den Mittelwert aus vier Angaben des Deutschen Wetterdienstes: Den Trockenheitswert für lehmige Sandböden, den für sandige Lehmböden und denselben Wert für diese Bodenarten unter Winterweizen.

Durchschnittliche Bodenfeuchte von Deutschland Tagesaktuelle Bodenfeuchte von Deutschland

Regnet es in Thüringen genug?

Die Niederschlagsmenge des vorherigen Monats (57.5 L/m²) für das Bundesland liegt meist auch unter den durchschnittlichen Werten der vergangenen Jahre:

  • Durchschnitt im Dezember 1990 bis 2000: 66.29 L/m² (Dezember 2022: -13%)
  • Durchschnitt im Dezember 2000 bis 2010: 63.09 L/m² (Dezember 2022: -8%)
  • Durchschnitt im Dezember 2010 bis 2020: 61.44 L/m² (Dezember 2022: -6%)

Hier geht es zum aktuellen Wetterbericht

Entwicklung des Niederschlages

Was ist der nFK-Wert?

Die nutzbare Feldkapazität (nFK) gibt an, wie viel für Pflanzen nutzbare Bodenfeuchte in der Erde enthalten ist. Sie wird in Prozent angegeben. Sinkt die nFK in den oberen 60 Zentimetern auf 40 bis 50 Prozent, geraten Pflanzen bereits in leichten Trockenstress. Ab 20 bis 30 Prozent nFK drohen stärkere Auswirkungen auf die Pflanzen, bei null Prozent ist der Welkpunkt erreicht. Ein nFK-Wert von null bedeute dabei nicht, dass gar kein Wasser mehr in der Erde enthalten ist – sondern nur, dass die Feuchtigkeit so gering ist, dass die Pflanzen es nicht mehr schaffen, diese aus der Erde herauszuziehen.


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