Hannover – Im Rahmen eines groß angelegten Einsatzes gegen den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln hat die Polizei Hannover am 12.01.2026 mehrere Scheinkäufe durchgeführt, Tatverdächtige festgenommen und Wohnungen durchsucht. Die gemeinsame Pressemitteilung stammt von der Staatsanwaltschaft Hildesheim sowie Hannover und der Polizeidirektion Hannover. Die Zentrale Ermittlungsgruppe Betäubungsmittel der Polizeiinspektion Hannover koordinierte die Einsätze.
Im Tagesverlauf wurden verschiedene Vertriebswege identifiziert, über die Betäubungsmittel zeit- und ortsunabhängig im Stadtgebiet Hannover sowie im Umland angeboten wurden. Zur Überprüfung der Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit kontaktierten die Ermittler tagesaktuelle Anbieter. Zunächst wurden Kleinstmengen bestellt, später auch größere Mengen beschlagnahmt. Unmittelbar im Anschluss an die Scheinkäufe nahmen Einsatzkräfte die Tatverdächtigen vorläufig fest und leiteten die Folgemaßnahmen ein.
Beispielhafte Einsätze: Gegen 10:55 Uhr führten die Einsatzkräfte einen Scheinkauf im Bereich Voltmerstraße durch; ein 25-jähriger Mann wurde vor Ort vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung der Person beschlagnahmte die Polizei rund 115 Gramm Marihuana. Um 12:00 Uhr durchsuchte die Polizei die Wohnung des Mannes in Hainholz; dabei beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem eine Schreckschusswaffe mit zehn Patronen, einen Teleskopschlagstock, zwei Feinwaagen, rund 50 Gramm Haschisch, drei Mobiltelefone sowie diverses Verpackungsmaterial.
An der Garkenburgstraße im Stadtteil Seelhorst fand gegen 11:00 Uhr ein weiterer Scheinkauf statt. Vor Ort nahm die Polizei zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren vorläufig fest. Einer der Jugendlichen leistete körperlichen Widerstand. Bei der Durchsuchung der beiden Jugendlichen beschlagnahmte die Polizei rund 24,35 Gramm Kokain, ein Butterflymesser sowie zwei Mobiltelefone. Ab 14:00 Uhr durchsuchten die Einsatzkräfte die beiden Wohnungen der Jugendlichen im Stadtteil Mittelfeld und beschlagnahmten dort rund ein Gramm Haschisch, eine Machete sowie eine Schreckschusswaffe.
Gegen 11:05 Uhr nahmen Einsatzkräfte im Rahmen eines Scheinkaufs in Burgdorf zwei 26-jährige Männer vorläufig fest. Bei der Durchsuchung ihrer Personen beschlagnahmte die Polizei rund fünf Gramm Kokain sowie ein Messer. Ab 12:53 Uhr durchsuchten die Einsatzkräfte die Wohnungen der 26 Jahre alten Männer in Burgdorf. Dabei beschlagnahmten sie unter anderem rund 4,5 Kilogramm Amphetamin, etwa 500 Ecstasy-Tabletten, circa 200 Gramm MDMA, rund 100 Gramm Haschisch, etwa 450 Gramm Marihuana, Pfefferspray, mehrere Softair-Waffen, ein Butterflymesser, Bargeld in Höhe von rund 3.800 Euro sowie mehrere Mobiltelefone.
Um 11:11 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug im Bereich der Göttinger Chaussee. Darin befanden sich zwei Männer im Alter von 21 und 23 Jahren sowie eine 24-jährige Frau. Bei der Durchsuchung beschlagnahmte die Polizei rund fünf Gramm Kokain. Gegen 11:50 Uhr nahmen Einsatzkräfte einen 24-Jährigen im Bereich der Fenskestraße vorläufig fest. Bei der Durchsuchung seiner Person beschlagnahte die Polizei rund zehn Gramm Kokain, Bargeld in Höhe von 203,50 Euro, zwei Mobiltelefone sowie zwei Schlüssel.
Nach kurzer fußläufiger Flucht nahmen Einsatzkräfte gegen 12:30 Uhr einen 22-jährigen Mann vorläufig fest. Dabei leistete er Widerstand. Bei der Durchsuchung beschlagnahmte die Polizei rund sieben Gramm Kokain, Pfefferspray, ein Küchenmesser, ein Mobiltelefon sowie rund 600 Euro Bargeld. Ab 14:38 Uhr durchsuchten die Einsatzkräfte die Wohnung des 22-Jährigen im Stadtteil Linden-Mitte und beschlagnahmten dort rund 90 Gramm Kokain, etwa 3,55 Kilogramm Marihuana sowie 1.124 Ecstasy-Tabletten. Gegen 15:20 Uhr nahmen Einsatzkräfte einen 21 Jahre alten Mann am Hohen Ufer vorläufig fest. Auch dieser Tatverdächtige leistete Widerstand, wobei ein Polizeibeamter leicht verletzt wurde. Bei der Durchsuchung beschlagnahmte die Polizei rund 25 Gramm Kokain. Ab 17:20 Uhr durchsuchten die Einsatzkräfte die Wohnung des 21-Jährigen im Stadtteil Sahlkamp und beschlagnahmten dort einen Schreckschussrevolver.
Aufgrund der im Rahmen des Einsatzes gewonnenen Erkenntnisse regte die Polizei Hannover in mehreren Fällen über die zuständigen Staatsanwaltschaften Untersuchungshaft an. Haftbefehle wurden erlassen und vollstreckt.
Insgesamt leitete die Polizei Hannover im Zusammenhang mit dem Einsatz drei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unter Mitführen von Waffen, zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln sowie drei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein. In allen Fällen dauern die Ermittlungen an.