16.000 Euro Schaden: Bielefelder fällt auf Fake-Werbung mit TV-Moderator herein

(Symbolbild)

Ein Bielefelder ist auf eine gefälschte Internetwerbung mit einem bekannten deutschen Fernsehmoderator hereingefallen und hat dabei rund 16.000 Euro verloren. Die Polizei Bielefeld warnte am Montag vor professionell gestalteten Betrugswebseiten, die mit angeblichen Empfehlungen prominenter Persönlichkeiten für Geldanlagen werben.

Der Mann erstattete am 21. April 2026 Anzeige bei der Polizei, nachdem er Ende März 2026 im Internet auf eine Werbung eines bekannten deutschen Arztes und Fernsehmoderators für eine Kapitalanlage gestoßen war. Die Anzeige versprach, dass mit einem Einsatz von 250 Euro schnell viel Geld verdient werden könne.

Nach seiner Reaktion auf die Werbung erhielt der Bielefelder einen Anruf von einem Mann, der sich als Berater ausgab. Mit dessen Unterstützung zahlte das Opfer zunächst 250 Euro auf ein niederländisches Konto ein. Bei einem weiteren Telefonat leitete der vermeintliche Berater ihn auf eine Trading-Seite weiter, auf der bereits ein Account mit dem Namen des Geschädigten eingerichtet worden war. Mehrfach zahlte der Bielefelder hier weitere Geldbeträge ein – insgesamt circa 16.000 Euro. Dazu hatte er dem Betrüger sogar Zugang zu seinem Online-Banking-Account seiner Bank gewährt.

Erst als die Bank des Bielefelders Kontakt mit ihm aufnahm und mitteilte, dass er Opfer eines Betruges geworden war, erstattete er sofort Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei warnt, dass die Betrüger mit professionell gefälschten Seiten oder Artikeln arbeiten, in denen prominente Personen des öffentlichen Lebens wie Politiker, Musiker oder Moderatoren Kapitalanlagen bewerben. Dabei wird behauptet, dass diese Personen bereits erfolgreich in entsprechende Anlagen investiert haben und sie weiterempfehlen.

Oft werden Telefonnummern angezeigt, die Interessenten anrufen sollen. Die Gesprächspartner bieten den Anrufern diverse Investitionsmöglichkeiten an und versuchen dabei, deren Vertrauen zu gewinnen. Anschließend fordern die Täter, Geld auf von ihnen benannte Konten einzuzahlen. Meist fällt der Betrug erst nach weiteren Einzahlungen und dem Vortäuschen von hohen Gewinnen beim Auszahlungswunsch des Opfers auf. Auszahlungen erfolgen in der Regel nicht mehr.

Die Polizei rät, gründlich zu überprüfen, wo Geld investiert wird. Quellen, in denen bekannte Persönlichkeiten mit Anlage-Empfehlungen zitiert werden, sollten sorgfältig kontrolliert werden. Zudem empfiehlt sie, sich im Internet über Warnungen oder Beschwerden zu beworbenen Anlageformen zu informieren. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bietet auf ihrer Website Informationen zu unseriösen Anbietern.

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