Der Jahreswechsel verlief aus polizeilicher Sicht unauffällig. Das Einsatzkonzept hat funktioniert. Die eingerichteten Feuerwerksverbotszonen wurden von der feiernden Bevölkerung eingehalten. Dank der planmäßigen erhöhten Polizeipräsenz und der Unterstützung durch Kräfte des Einsatzzuges Karlsruhe blieb das Einsatzgeschehen gut beherrschbar.
In der Karlsruher Innenstadt hielten sich rund 3.000 Personen auf den öffentlichen Plätzen der Kernstadt auf, die Feuerwerkskörper abbrennen. Die Polizei zeigte insbesondere um Mitternacht eine starke Präsenz und griff bei sich ankündigten Auseinandersetzungen konsequent ein. Größere Schlägereien konnten so verhindert werden. Im Verlauf der Nacht kam es dennoch zu einzelnen kleineren Körperverletzungsdelikten im gesamten Präsidiumsbereich.
Auch außerhalb der Innenstadt zündeten einzelne Personen Feuerwerk unsachgemäß. In einzelnen Fällen beschossen sich Personengruppen gegenseitig mit Feuerwerkskörpern. Schwerere Verletzungen wurden der Polizei hierbei nicht bekannt. Zudem stellten Einsatzkräfte mehrere verbotswidrig geführte Schreckschusswaffen sicher.
Neben der polizeilichen Einsatzbewältigung waren Feuerwehr und Rettungsdienste stark gefordert. Die Polizei registrierte zahlreiche Brände an Mülleimern, Altkleidercontainern, Buschwerk, Grünflächen und vereinzelt Bäumen, die nach bisherigen Erkenntnissen auf Feuerwerkskörper zurückzuführen sind. Zu den schwerwiegenderen Ereignissen zählte ein Brand in Graben-Neudorf in der Nagoldstraße. Hier geriet eine Garage in Brand und das Feuer griff in der Folge auf ein Wohnhaus über. Eine Bewohnerin erlitt leichte Verbrennungen am Kopf und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein in der Garage abgestelltes Fahrzeug brannte vollständig aus. Das Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Ermittlungen wurden vom Kriminaldauerdienst übernommen.
In Karlsbad-Langensteinbach setzte ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper einen Balkonbereich in Brand. Eine Sitzgruppe geriet hierbei in Brand, zudem zog Rauch in die Wohnung. Personen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt. Der Sachschaden wird auf circa 10.000 Euro geschätzt.
Eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Karlsruhe-Waldstadt wurde aus einer Gruppe Jugendlicher heraus mit einer Rakete beschossen. Ein Tatverdächtiger konnte im weiteren Verlauf identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Ihn erwartet eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.
In Karlsruhe-Durlach sprengten Unbekannte gegen 03.30 Uhr einen Zigarettenautomaten und zerstörten diesen vollständig. Ob hierbei Feuerwerkskörper oder ein anderes Sprengmittel verwendet wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeugen, Hinweise zur Sprengung unter der Telefonnummer 0721 666-5555 zu melden.
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