Die Bundespolizei hat am Freitag an der deutsch-niederländischen Grenze eine mit Haftbefehl gesuchte Frau festgenommen. Die 23-Jährige muss für mehr als fünfeinhalb Wochen ins Gefängnis. Die Festnahme erfolgte, als sie morgens gegen 4:45 Uhr in einem Fernbus kontrolliert wurde, nahe der Ausfahrt Bunde/West an der Autobahn 280 in Bunde.
Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich heraus, dass gegen die Slowakin ein Haftbefehl der zuständigen Staatsanwaltschaft vorlag. Sie war zuvor gerichtlich wegen Straßenverkehrsgefährdung zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von mehr als fünfeinhalb Wochen verurteilt worden. Lediglich durch die Zahlung einer Geldstrafe von 3.900 Euro könnte der Gefängnisaufenthalt abgewendet werden.
Zudem interessierte sich die Justiz in einem weiteren Fall für ihren aktuellen Aufenthaltsort.
Weil bei der Durchsuchung in ihrer Jackentasche zugriffsbereit ein verbotener Schlagring aufgefunden wurde, erwartet die Frau nun außerdem eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Waffe wurde sichergestellt.
Die Verhaftete gelang es letztendlich nicht, die haftbefreiende Geldstrafe zu begleichen, daher wurde sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.