Das Polizeipräsidium Pforzheim zieht eine weitgehend positive Bilanz der Silvesternacht. Wie in den Vorjahren war man gut vorbereitet und wurde von der Bereitschaftspolizei unterstützt. In den Abend- und Nachtstunden registrierte die Führungs- und Lagezentrale insgesamt gut 250 Einsätze, ca. 100 davon im Bereich der Pforzheimer Innenstadt.
Über den Jahreswechsel kam es im Präsidiumsbereich zu circa 40 Bränden, die zumeist sehr zügig gelöscht werden konnten. Gebrannt hatten hierbei Hecken, Gebüsch und Mülleimer. Schwerwiegendere Folgen gab es bei diesen Feuern: Baumstraße – Um Mitternacht wurde ein Brand auf einen Balkon im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gemeldet; die Pforzheimer Feuerwehr hatte diesen zügig unter Kontrolle; möglicherweise haben Feuerwerkskörper gelagerte Gegenstände in Brand gesetzt; Personen wurden nicht verletzt. Zerrennerstraße – Kurz nach Mitternacht stellten Einsatzkräfte bei einer gesonderten Brandbekämpfung ein Feuer auf einem weiteren Balkon fest; die Ursache ist noch nicht abschließend geklärt; an der Hausfassade und dem Balkon kam es zu einem Sachschaden, der noch nicht genauer beziffert werden kann. Mühlacker, Breslauer Straße – Kurz nach 1 Uhr wurde ein Peugeot total zerstört; der Brand könnte durch eine Feuerwerksbatterie im nahen Umfeld zu dem Pkw entstanden sein. Calw, Bozener Straße – Gegen 1 Uhr wurde in Heumaden ein VW Polo durch einen Brand komplett beschädigt; ein davorstehender Passat wurde aufgrund der Hitzeentwicklung ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen; die Brandursache ist noch unklar; der Schaden beläuft sich auf ca. 20 000 Euro. Schömberg, Bergstraße – Kurz nach Mitternacht wurde der Brand einer Gartenhütte entdeckt; es entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro; die Ursache ist derzeit ungeklärt. Neuweiler, Gartenweg – Am 31.12.25, gegen 19 Uhr, brach aus noch ungeklärter Ursache ein Brand im Bereich eines Carports aus, unter welchem zwei Fahrzeuge standen; ebenso wurde das angrenzende Gebäude beschädigt; der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 100 000 Euro.
Bürgerinnen und Bürger, welche bei den oben genannten Bränden verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem jeweiligen Polizeirevier oder dem Kriminaldauerdienst in Pforzheim, Rufnummer 07231 186 4444, in Verbindung zu setzen. Im gesamten Präsidiumsbereich wurden knapp 20 Ruhestörungen gemeldet, welche sich die Beamten annahmen. In der Summe verzeichnete man ca. ein Dutzend Sachbeschädigungen, zu Teilen im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Insgesamt gab es 8 Körperverletzungsdelikte, bei welchen die Geschädigten glücklicherweise zumeist nur leichter verletzt wurden. Bei einigen Straftaten kam es im Vorfeld zu verbalen Streitigkeiten, welche letztendlich in Handgreiflichkeiten übergingen. Verstöße gegen das Waffengesetzt stellte man vorwiegend im innerstädtischen Bereich von Pforzheim fest. In allen Fällen wurden Schreckschusswaffen ohne die entsprechende Erlaubnis geführt. Diese wurden sichergestellt. Des Weiteren stellten Einsatzkräfte exemplarisch bei einer Personengruppe am Leopoldplatz Feuerwerkskörper sicher, nachdem diese zu Teilen aus der Hand abgefeuert wurden und eine Gefährdung Dritter nicht ausgeschlossen war.
Im Pforzheimer Stadtteil Eutingen, in der Fritz-Neuert-Straße wurde gegen 1 Uhr ein Zigarettenautomat auf noch unbekannte Art gesprengt. Ob der oder die Täter im Anschluss Bargeld oder Zigaretten entwendete, ist Gegenstand eines laufenden Ermittlungsverfahrens der Kriminalpolizei, unter anderem wegen dem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Zeugen, welche verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Pforzheim, Rufnummer 07231 186 4444, in Verbindung zu setzen.
Erfreulich ist, dass es keinen schweren Verkehrsunfall in der Silvesternacht gab. Der Polizei liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich Personen im Zusammenhang mit dem Abfeuern von Feuerwerkskörpern schwerer verletzt haben.