Sechs Fahndungstreffer und ein gefälschter Führerschein in nur einem Auto am Grenzübergang Hagenwerder

BPOL

Am 31.12.2025, gegen 18:30 Uhr, hielt die Bundespolizei einen französischen Pkw am Grenzübergang Hagenwerder an der Einreisekontrolle. Sowohl der Fahrer als auch der Beifahrer waren mehrfach polizeilich gesucht.

Der Fahrer, georgischer Staatsangehöriger, wies drei Fahndungsnotierungen auf. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg suchte ihn zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten wegen Diebstahls. Außerdem lag ein weiterer Haftbefehl des Amtsgerichts Osnabrück vor: Nach Widerruf einer Bewährung sollte eine Freiheitsstrafe von neun Monaten, ebenfalls wegen Diebstahls, vollstreckt werden. Eine dritte Ausschreibung der Stadt Köln diente der Feststellung seiner aktuellen Anschrift.

Auch der Beifahrer war nicht unbekannt: Gegen ihn bestanden drei Fahndungsnotierungen, alle darauf gerichtet, seine aktuelle Anschrift zu ermitteln. Nachdem der Fahrer zur Vollstreckung der Haftbefehle festgenommen worden war, wollte der Beifahrer das Fahrzeug weiterführen. Zur Überprüfung seiner Fahrberechtigung legte er einen georgischen Führerschein vor. Dieser erregte sofort Verdacht und bestätigte sich nach einer eingehenderen Prüfung: Der Führerschein war gefälscht.

Beide Männer wurden daraufhin zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Der Fahrer wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt Bautzen eingeliefert. Gegen den Beifahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet. Nach Beschlagnahme des gefälschten Führerscheins und Erhebung einer ladungsfähigen Anschrift wurde er entlassen. Er konnte den Pkw nicht weiterführen und wurde schließlich gemeinsam mit dem Fahrzeug von Bekannten abgeholt.