Gleich dreimal sind Senioren aus Herne-Wanne am Freitag, 2. Januar, Opfer einer dreisten Betrugsmasche geworden. Unbekannte Täter gaben sich als Bankmitarbeiter aus und erbeuteten ihre EC-Karten. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Der erste Fall ereignete sich im Bereich der Claudiusstraße. Eine 80-Jährige erhielt gegen 14.15 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Sicherheitsbediensteten ihrer Bank, der vor ungewöhnlichen Zahlungsaktivitäten warnte. Während des Gesprächs suchte ein weiterer vermeintlicher Bankmitarbeiter die Wohnung der Seniorin auf und ließ sich ihre Bankkarte samt PIN aushändigen, um das Problem zu beheben. Der Tatverdächtige wird beschrieben als männlich, ca. 170 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlanke Statur, kurze gewellte schwarze Haare, deutsches Erscheinungsbild. Bekleidet war er mit einem schwarzen Parka und einer grauen Hose und sprach Deutsch mit leichtem Akzent.
Der zweite Fall ereignete sich gegen 14.45 Uhr an der Kolpingstraße. Eine 88-Jährige erhielt einen Anruf einer Frau, die sich als Angestellte ihrer Bank ausgab und ihr mitteilte, dass man die Karten der Seniorin auf Sicherheit überprüfen müsse. Kurz darauf klingelte ein weiterer vermeintlicher Bankmitarbeiter an der Wohnungstür, betrat die Wohnung und nahm ihre Karte entgegen. Als die Nichte der Seniorin dazukam, entfernte sich der Tatverdächtige in unbekannte Richtung. Beschrieben wird der Unbekannte wie folgt: männlich, etwa 170 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlanke, sportliche Statur, glattes dunkles Haar, deutsches Erscheinungsbild. Er soll akzentfrei Deutsch gesprochen haben.
Zu einem weiteren Fall kam es zwischen 15 und 16 Uhr an der Straße Am Stöckmannshof. Hier erhielt ein 91-Jähriger den betrügerischen Anruf. Zeitgleich erschien ein vermeintlicher Bankangestellter an der Wohnungstür des Seniors. Angeblich sei es zu einer falschen Abbuchung auf seinem Konto gekommen. Für die Stornierung und Anzeigen Fertigung brauchte man seine Bankkarte und PIN. Der 91-Jährige händigte beides aus. Der Tatverdächtige soll etwa 30 Jahre alt und 170 cm groß sein. Er habe ein mitteleuropäisches Erscheinungsbild, schwarze mittellange Haare und einen rasierten Bart. Bekleidet war er mit einer dunklen Jacke. Der Unbekannte soll akzentfrei Deutsch gesprochen haben.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an das ermittelnde Kommissariat zu wenden unter 0234 909-4135 oder -4441 (Kriminalwache).
Prävention: So schützen Sie sich vor falschen Bankmitarbeitern
– Keine Herausgabe von sensiblen Daten: Bankmitarbeiter fragen niemals nach Ihrer persönlichen Identifikationsnummer oder anderen Zugangsdaten am Telefon.
– Keine Herausgabe von Karten: Banken holen Karten niemals an der Haustür ab.
– Ausweise prüfen: Auch wenn der Ausweis echt aussieht, seien Sie misstrauisch. Fälschungen können täuschen. Fordern Sie eine Terminvereinbarung in der Filiale oder rufen Sie Ihre Bank über die offizielle Telefonnummer zurück.
– Nicht unter Druck setzen lassen: Betrüger versuchen oft, schnelle Entscheidungen zu erzwingen.
– Informieren Sie sich: Sprechen Sie mit Freunden und Familie. Ältere Menschen sind besonders oft betroffen. Sollten Sie Opfer geworden sein oder verdächtige Anrufe erhalten, informieren Sie Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.