Vellmar (Landkreis Kassel): Indem sich Betrüger am Vormittag bei einem Rentnerehepaar aus Vellmar als Bankmitarbeiter ausgaben, erbeuteten sie zwei EC-Karten. Die Senioren erkannten den Schwindel jedoch rechtzeitig, ließen die Karten sperren und verhinderten so einen Schaden.
Gegen 10 Uhr klingelte das Festnetz der Senioren in Obervellmar. Der Mann am Telefon gab sich glaubhaft als Mitarbeiter der Bank aus. Durch seine Gesprächsführung überzeugte er die Angerufenen davon, dass verdächtige Zahlungen von ihrem Konto ausgingen, und er ließ sich sogar die PIN-Nummern der EC-Karten geben. Weiter behauptete der Betrüger, dass die Karten dringend durch einen Kollegen überprüft werden müssten.
Zwischen 10:05 und 10:35 Uhr erschien daraufhin ein Mann an der Haustür der Senioren in einem Wohngebiet westlich der Harleshäuser Straße. Er legte sich mit einer Visitenkarte aus und die Rentner glaubten, es mit einem echten Bankmitarbeiter zu tun zu haben, weshalb sie ihm die Karten übergaben. Nachdem der Mann verschwunden war und das Telefonat beendet wurde, schöpften die Senioren Verdacht, ließen die Karten sperren und informierten die Polizei.
Der Täter, der die Karten abholte, soll 30 bis 40 Jahre alt, ca. 1,70 Meter groß und schlank gewesen sein. Er sprach Hochdeutsch und trug eine schwarze Jacke, eine schwarze Baskenmütze, einen grünen Schal und dunkle Schuhe.
Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Tatortes beobachtet haben, melden sich bitte bei der EG SÄM unter der Telefonnummer 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.
Die Betrüger agieren mit raffinierten Methoden. Doch mit den folgenden Empfehlungen können Sie sich schützen:
– Überprüfen Sie die Identität: Seien Sie misstrauisch bei vermeintlichen Anrufen Ihrer Bank. Wählen Sie stattdessen selbstständig die offizielle Telefonnummer des Kundenservices, um sicherzustellen, dass Sie tatsächlich mit Ihrer Bank sprechen.
– Keine sensiblen Daten weitergeben: Ihre Bank wird niemals nach vertraulichen Informationen wie Passwörtern, PINs oder TANs fragen – geben Sie solche Daten unter keinen Umständen weiter.
– Vorsicht bei Druck am Telefon: Betrüger setzen oft auf Druck, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Bleiben Sie ruhig und treffen Sie keine übereilten Handlungen.
– Informiert bleiben: Machen Sie sich mit aktuellen Betrugsmaschen vertraut und tauschen Sie sich mit Familie und Freunden darüber aus.
Rückfragen bitte an:
Daniel Kalus-Nitzbon
Pressesprecher
Tel. 0561-910 1021
Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle
Telefon: +49 561 910 1020 bis 23
Fax: +49 611 32766 1010
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de
Original-Content von: Polizeipräsidium Nordhessen – Kassel, übermittelt durch news aktuell
