Am frühen Sonntagmorgen stand ein Streifenteam an einer roten Ampel auf der Straße Bärenbruch in Dortmund Kirchlinde. Gegen 02:10 Uhr bemerkten sie einen Opel Meriva, der von der Mallinckrodtstraße kam und auf das Gelände einer Tankstelle fuhr.
Der Fahrer, ein 31 Jahre alter Dortmunder, und sein Beifahrer, ein 21 Jahre alter Mann aus Dortmund, flüchteten beim Erkennen des Streifenwagens. Der Fahrer konnte nach kurzer Flucht in einem Gebüsch festgenommen werden.
Der Beifahrer wurde vom Diensthund Jack aufgenommen. Die Fährte führte zu einem geparkten Auto, hinter dem der Beifahrer sich versteckte. Der Mann ließ sich anschließend widerstandslos festnehmen.
Offenbar kannten Jack und der Beifahrer einander: Der 31-Jährige hatte sich bereits im März 2025 vor dem Hund versteckt, bei einem versuchten Diebstahl auf einer Baustelle.
Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Meriva gestohlen war und aus dem Kreis Recklinghausen zur Fahndung ausgeschrieben war. Auch die Kennzeichen waren gestohlen – sie stammen aus dem Raum Dortmund und waren eigentlich für ein Wohnmobil vorgesehen. Im Kofferraum befanden sich weitere gestohlene Kennzeichen, die ebenfalls mit Fahndungsnotierungen versehen waren.
Zusammen mit den Mobiltelefonen der beiden Männer wurden die gestohlenen Gegenstände als Beweismittel sichergestellt. Der 31-Jährige war außerdem ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs und hatte vor Fahrtantritt Drogen konsumiert. Daher wurde eine Blutprobe entnommen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Männer entlassen. Ihnen wird eine Reihe von Vorwürfen gemacht: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren unter Drogeneinwirkung sowie Diebstahl von Kraftfahrzeugen bzw. an Kraftfahrzeugen.