Tag der Befreiung / Tag des Sieges (Kambodscha)

Am 7. Januar 2026 wird in Kambodscha der „Tag der Befreiung“ oder auch „Tag des Sieges“ begangen. Dieser Gedenktag erinnert an den Sieg über das Regime der Roten Khmer, das von 1975 bis 1979 das Land beherrschte. Die Roten Khmer, unter der Führung von Pol Pot, waren verantwortlich für einen der verheerendsten Genozide des 20. Jahrhunderts, bei dem schätzungsweise 1,7 bis 2 Millionen Menschen ums Leben kamen. Die Befreiung Kambodschas von diesem Regime markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte des Landes.

Der 7. Januar 1979 gilt als der Tag, an dem vietnamesische Truppen gemeinsam mit kambodschanischen Widerstandskämpfern die Hauptstadt Phnom Penh einnahmen und das Regime der Roten Khmer stürzten. Diese Befreiung führte zu einem Ende der brutalen Herrschaft und ermöglichte den Beginn eines Wiederaufbaus des Landes. Die vietnamesische Intervention, die zur Befreiung führte, wird jedoch auch kontrovers diskutiert, da sie eine Besatzung durch Vietnam nach sich zog, die bis 1989 andauerte.

Der „Tag der Befreiung“ wird in Kambodscha mit verschiedenen Veranstaltungen begangen, darunter Gedenkfeiern und Zeremonien, die an die Opfer des Regimes erinnern und die Bedeutung der Befreiung für das Land hervorheben. Diese Gedenkveranstaltungen bieten auch die Gelegenheit, über die Lehren aus der Vergangenheit nachzudenken und die Bedeutung von Frieden und Stabilität zu betonen.

Die Einführung des Gedenktages ist nicht genau datiert, jedoch ist seine Bedeutung im kollektiven Gedächtnis der kambodschanischen Bevölkerung tief verankert. Der Tag dient nicht nur als Erinnerung an die Schrecken der Vergangenheit, sondern auch als Mahnung, die Errungenschaften der Befreiung zu bewahren und die gesellschaftliche Entwicklung des Landes weiter voranzutreiben.

Quellen:
– Kiernan, Ben. „The Pol Pot Regime: Race, Power, and Genocide in Cambodia under the Khmer Rouge, 1975-79.“ Yale University Press, 1996.
– Chandler, David P. „A History of Cambodia.“ Westview Press, 2008.