Neuer Höchststand beim deutsch-französischen Informationsaustausch von Polizei und Zoll

Symbolbild

Im Jahr 2025 wurden im Gemeinsamen Zentrum der deutsch-französischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Kehl 23.327 Anfragen bearbeitet. Das ist Rekord in der Geschichte des 1999 gegründeten Kooperationszentrums. Gegenüber dem Vorjahr mit 21.308 Anfragen bedeutet dies ein Zuwachs von nahezu 10 Prozent.

Das GZ Kehl dient als Daten- und Informationsdrehscheibe in der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Sechs französische und deutsche Behörden arbeiten dort mit etwa 60 Mitarbeitenden vertrauensvoll zusammen: Police Nationale, Gendarmerie Nationale, Douane (französischer Zoll) sowie Bundespolizei, Zoll und Landespolizei Baden-Württemberg.

Der Erkenntnisaustausch betrifft sehr unterschiedliche Themen: Bei Verkehrs- und Handelskontrollen, Großveranstaltungen, Demonstrationen, den intensivierten Grenzkontrollen oder grenzüberschreitenden Ermittlungsverfahren können deutsch-französische Polizei- und Zolleinheiten beim GZ Kehl anfragen und erhalten präzise Informationen. So konnte beispielsweise für vermisste Personen in Notlagen durch den schnellen Informationsfluss Hilfe und Rettung organisiert werden.

Weiterhin wurden im vergangenen Jahr gestohlene Autos oder Wohnmobile über das GZ Kehl in beiden Staaten geortet und sichergestellt. Auch bei Fahndungen unterstützt das Gemeinsame Zentrum hocheffizient die Suche und die Festnahme flüchtender Täter.

Die hohe Anzahl an Anfragen bezeugt den verstärkten Bedarf an grenzüberschreitendem Informationsaustausch und ist Beleg für die Vitalität der deutsch-französischen Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden im Grenzgebiet.

Kontakt
Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Leiterin Pressestelle/Pressesprecherin: Lisa Schröder
E-Mail: pressestelle-lka@polizei.bwl.de
Telefon: 0711 5401-2044
Quelle
Original-Content von: Landeskriminalamt Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell