Ein Zugbegleiter meldete sich am Mittwochnachmittag bei der Bundespolizei, weil ihm auf der Fahrt von Meiningen nach Erfurt ein Reisender mit Unregelmäßigkeiten beim Fahrschein auffiel.
Der 21-jährige Libyer war im Besitz eines Deutschlandtickets aus einem hessischen Verkehrsverbund, konnte sich jedoch nicht mit einem Ausweis ausweisen.
Bei weiteren Nachforschungen stellte sich heraus, dass er nicht der rechtmäßige Eigentümer des Tickets war. Eigenen Angaben zufolge habe er es gefunden und genutzt.
Ihm wurde der Verdacht der Unterschlagung und des Betruges eröffnet. Weitere Überprüfungen im polizeilichen Informationssystem ergaben zusätzliche Einträge: Eine Aufenthaltsermittlung des Regierungspräsidiums Freiburg im Breisgau infolge eines asylrechtlichen Verstoßes; eine ausländerrechtliche Rückkehrentscheidung gegen ihn; und ein Haftbefehl der Berliner Justiz wegen eines Betäubungsmittelvergehens.
Die Bundespolizei nahm den Libyer fest. Er verbrachte die Nacht im polizeilichen Gewahrsam.
Gestern stand er einem Richter vor; die Untersuchungshaft wurde bestätigt. Bundespolizisten brachten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt nach Tonna.
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