Gütermotorschiff läuft auf Grund auf dem Rhein – Sperrung der Schifffahrt

In der Nacht zu Freitag gegen 3:50 Uhr lief im Rhein im Bereich der Deutzer Platte in Köln (Rheinkilometer 687,5) ein etwa 110 Meter langes Gütermotorschiff auf Grund und fuhr sich fest. Der Schiffsführer versuchte zunächst eigenständig freizukommen, doch der Versuch scheiterte. Die zuständige Revierzentrale sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wurden informiert.

Am Freitagmittag konnte das Gütermotorschiff mit Hilfe eines Schubverbandes abgeschleppt werden. Für die Dauer der Bergungsarbeiten sowie der anschließenden Maßnahmen sperrten Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Köln den betroffenen Rheinabschnitt für die Schifffahrt. Die Sperre erstreckte sich von Rheinkilometer 683 bis 691 und dauerte von circa 12:00 Uhr bis 13:20 Uhr. Insgesamt waren sieben Fahrzeuge von der Sperre betroffen.

Nach der Bergung wurde das Schiff an der Mauer des Stadthafens Köln, in Höhe des Rheinauhafens, festgelegt. Eine Weiterfahrt ist erst möglich, sobald der Rheinpegel wieder angestiegen ist. Gegen den Schiffsführer wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt; der Verdacht besteht, dass das Schiff zu schwer beladen war. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat im Anschluss überprüft, wie tief die Wasserfläche in der Fahrrinne an der Havarie ist. Weil der Rhein an dieser Stelle derzeit nicht tief genug ist, wurden Wahrschauflöße ausgebracht und eine Sperrfläche eingerichtet.

Die Polizei Duisburg ist organisatorisch landesweit für die Wasserschutzpolizei in Nordrhein-Westfalen zuständig.

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