Holzgerlingen: Zwei Tatverdächtige wegen versuchten Betrugs in Untersuchungshaft

Wegen des Verdachts des versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs sitzen ein 30 Jahre alter Mann und eine 43-jährige Frau seit Samstag, dem 3. Januar 2026, in Untersuchungshaft. Beiden wird vorgeworfen, in Holzgerlingen an einem Betrugsfall im Phänomenbereich „falsche Bankmitarbeiter“ beteiligt gewesen zu sein.

Eine 84 Jahre alte Frau aus Holzgerlingen soll am Vormittag des 2. Januar 2026 den Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters erhalten haben. Dieser habe glaubhaft gemacht, dass eine irreguläre Abbuchung einer vierstelligen Summe von ihrem Konto bevorstünde. Der Anrufer kündigte im Verlauf des Gesprächs an, dass ein Mitarbeiter der örtlichen Bank die EC-Karte der Frau überprüfen müsse, und sei durch geschickte Gesprächsführung an den PIN der EC-Karte gelangt.

Nach bisherigen Erkenntnissen holte der 30-jährige Tatverdächtige die EC-Karte der 84-Jährigen ab und war dabei, gemeinsam mit der 43-jährigen Komplizin in einen PKW zu steigen, der unweit der Wohnanschrift des Opfers geparkt war. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg nahmen beide Tatverdächtige vorläufig fest. Die Komplizin wurde ebenfalls festgenommen. Gegenstände, die als Beweismaterial dienen könnten, wie die EC-Karte, wurden beschlagnahmt und der Ort durchsucht.

Die beiden schweizerischen Staatsangehörigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Folgetag einem Haftrichter beim Amtsgericht Böblingen vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen, setzte diese in Vollzug und wies die 43 Jahre alte Frau und den 30-jährigen Mann in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten ein. Die Ermittlungen dauern an.

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