Meldungen aus dem Bodenseekreis: Unfälle, Betrug und verdächtige Helfer

Der Polizeipräsidium Ravensburg meldet mehrere Vorfälle im Bodenseekreis. In Friedrichshafen zog sich ein Mann schwere Verletzungen zu, als er am späten Donnerstagabend versuchte, einen selbst gebauten Sprengkörper zu zünden. Der 46-Jährige soll in der Keplerstraße ein Behältnis mit Schwarzpulver gefüllt haben. Als er die Lunte anzündete, explodierte der Sprengkörper in seiner Hand. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz; Fremdverschulden wird derzeit ausgeschlossen. An dem Wohngebäude entstand kein Sachschaden; weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Ermittlungen dauern an.

In Friedrichshafen warnte die Polizei außerdem vor verdächtigen Sanitär-Mitarbeitern. Zwei Männer gaben sich als Mitarbeiter einer Sanitär- und Heizungsfirma aus und suchten am Mittwochnachmittag eine Seniorin im Wohngebiet Oberhof auf. Sie erklärten, die Heizkörper fotografieren zu müssen. Die Frau behielt die Situation im Blick und rief die Polizei. Die beiden Männer sollen etwa 20 und 30 Jahre alt gewesen sein, dunkel gekleidet und sprachen gebrochen Deutsch. Der Jüngere soll klein und schlank gewesen sein; der Begleiter kräftig und etwa 180 Zentimeter groß. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 07541/701-0. Ein Motiv der Ausspähung kann nicht ausgeschlossen werden.

In Immenstaad fiel ein Betrug auf, der einer 69-Jährigen einen hohen Geldbetrag kostete. Rund eine halbe Million Euro wurden in den vergangenen Wochen vom Konto abgebucht, nachdem die Seniorin Ende November einen Anrufer erhielt, der behauptete, eine falsche Abbuchung habe stattgefunden. In der Folge soll der Unbekannte Zugriff auf das Online-Banking der Frau erlangt haben und mehrere hohe Beträge abgewickelt haben. Erst vergangene Woche bemerkte der Senior die unerlaubten Abbuchungen. Die Polizei ermittelt und warnt davor, Fremden am Telefon Zugriff auf Rechner oder Online-Banking zu gewähren. Echte Bankmitarbeiter verlangen niemals sensible Daten. Beenden Sie im Zweifelsfall das Telefonat und wenden Sie sich an Ihre Hausbank oder die Polizei. Weiter Informationen zu Betrugsmaschen gibt es auf polizei-beratung.de.

In Tettnang kam es zu einem Unfall, bei dem eine Autofahrerin einen 17 Jahre alten Fußgänger streifte und danach weiterfuhr. Der Junge überquerte die Oberhofer Straße; der Wagen bog aus der Enderwiesenstraße ab und touchierte ihn. Der 17-Jährige zog sich leichte Verletzungen zu. Zeugen oder Personen mit Hinweisen zur Verursacherin oder zum schwarzen Pkw werden gebeten, sich beim Polizeiposten Tettnang zu melden, Telefonnummer 07542/9371-0.

In Tettnang bittet die Polizei um Hinweise zu einem weiteren Unfall. Der Mercedes eines 75-Jährigen soll an der Fahrerseite erhebliche Beschädigungen aufweisen, die auf rund 8.000 Euro geschätzt werden. Der Senior gab an, am Donnerstag gegen 14 Uhr auf der Landesstraße zwischen Tettnang und Tannau von einem entgegenkommenden Fahrzeuglängs touchiert worden zu sein; Details konnte er nicht nennen. Die Beamten bitten Zeugen des Unfalls oder Personen, die an einer anderen Örtlichkeit einen seitlichen Zusammenstoß beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 07541/701-0 zu melden.

In Salem kippte der Wagen einer 31-Jährigen nach einem Verkehrsunfall zur Seite. Die Frau kam am Donnerstag gegen 12.15 Uhr auf der Kreisstraße zwischen Beuren und Weildorf von der Straße ab; das Fahrzeug geriet auf den Bankett und kippte zur Seite. Die 31-Jährige erlitt leichte Verletzungen; am Wagen entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von rund 25.000 Euro. Ein Abschleppunternehmen holte den Daimler ab.

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