Sturmtief Elli hat seit Donnerstagabend winterliche Straßenverhältnisse in der Polizeidirektion Osnabrück verursacht – von den Ostfriesischen Inseln bis zum Teutoburger Wald. Glätte, Schneefall und Schneeverwehungen bestimmten bislang die Einsatzlage; rund 50 witterungsbedingte Einsätze wurden gezählt, davon 34 Verkehrsunfälle.
Die Einsatzlage liegt aktuell deutlich unter den Erwartungen bzw. Befürchtungen, wenngleich es keinen Grund zur Entwarnung gibt. Die Wetterverhältnisse bleiben in den kommenden Stunden schwierig. Die Polizei hebt hervor, dass die Bevölkerung sich gut auf die Wetterlage vorbereitet und umsichtig verhält.
Der Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, Marco Ellermann, fasst zusammen: „Bis jetzt ist die Einsatzlage noch im Rahmen. Von einer Großwetterlage sind wir bei uns noch weit entfernt, aber einen Grund zur Entwarnung gibt es noch nicht. Die Wetterverhältnisse bleiben schwierig. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich gut auf die Wetterlage vorbereitet und sind umsichtig – das freut uns.“
Der schwerste Unfall ereignete sich am Donnerstagabend gegen 22 Uhr in Bramsche auf der Malgartener Straße. Eine 22-jährige Autofahrerin kam aufgrund der Glätte von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Leitpfosten und blieb seitlich in einer Berme liegen. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, ihre Mitfahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Außerdem verletzte sich gestern Abend eine 52-jährige Frau in Meppen bei einem Sturz (alleinbeteiligt) mit ihrem Fahrrad. Auch sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
Am frühen Freitagmorgen, gegen 5.20 Uhr, stürzte ein Radfahrer im Osnabrücker Ortsteil Atter auf glatter Fahrbahn und zog sich leichte Verletzungen zu. Ein vorbeifahrender Autofahrer leistete Erste Hilfe. Der Radfahrer wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg kam es auf dem Parkplatz Hasetal-Ost zu einem weiteren Unfall. Eine Autofahrerin geriet mit ihrem Fahrzeug alleinbeteiligt auf den zugeschneiten linken Fahrstreifen, schleuderte zunächst gegen die Außenschutzplanke, prallte im Bereich der Ausfahrt erneut gegen die Schutzplanke und kam schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand. Die Fahrerin wurde leicht verletzt. Auch auf der Autobahn 30 kam es zu Blechschäden: Auf dem Parkplatz Rottkamp Süd verunfallte ein Lkw aufgrund der Glätte. In Belm kam ein weiterer Lkw auf der Icker Landstraße nicht mehr voran und blockierte zeitweise die Fahrbahn. In Hagen a.T.W. stürzte ein Baum infolge des Sturms auf die Fahrbahn. Personen oder Fahrzeuge wurden dabei nicht beschädigt. In Bersenbrück wiederum landete ein Auto auf einem angrenzenden Acker; ein Verantwortlicher konnte vor Ort nicht angetroffen werden. In Ostfriesland führten zahlreiche Schneeverwehungen zu Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs, beispielsweise in Aurich, Norden, Wittmund und Esens.
Die Polizei appelliert angesichts der weiterhin winterlichen und angespannten Wetterlage, die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und unnötige Fahrten möglichst zu vermeiden.
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