Sturmtief Elli sorgt für zahlreiche Einsätze im Nordwesten

Sturmtief Elli hat seit Donnerstagabend (08.01.26) zu winterlichen Straßenverhältnissen geführt. Glätte, Schneefall und Schneeverwehungen begleiteten die Polizeidirektion Osnabrück von den Ostfriesischen Inseln bis in den Teutoburger Wald. Insgesamt zählte die Polizei bis zum Morgen des 10.01.26 rund 140 witterungsbedingte Einsätze, davon 70 Verkehrsunfälle mit überwiegend glimpflichem Verlauf.

Bei zwei Unfällen in Bramsche und Meppen, bereits am Donnerstagabend, wurden zwei Menschen schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestand nicht.

Bei allen anderen Einsätzen blieb es bei Leichtverletzten oder Blechschäden. Die Polizei lobte das weitgehend umsichtige Verhalten der Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit den Wetterverhältnissen. „Alles in allem gab es viel zu tun, allerdings gingen die meisten Einsätze glimpflich aus. Wir haben keine lebensgefährlichen oder gar tödlich verletzten Personen zu beklagen. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich wirklich gut auf die Wetterlage vorbereitet und waren umsichtig“, so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.

Zwei Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten
Bereits am Donnerstagabend gegen 22 Uhr in Bramsche kam eine 22-jährige Autofahrerin aufgrund von Glätte von der Straße ab. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, ihre Mitfahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. In Meppen stürzte eine 52-Jährige am Donnerstagabend bei einem Sturz (alleinbeteiligt) mit ihrem Fahrrad. Auch sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Weitere Ereignisse vom 09.01.26
Am Freitagabend auf der Nord-Süd-Straße bei Neudersum kam es zu einem Verkehrsunfall. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 42-jähriger Mann mit seinem Mercedes C-Klasse die Nord-Süd-Straße. Dabei geriet er mit dem Fahrzeug infolge einer Schneeböe nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer blieb unverletzt. Die 47-jährige Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen und kam zur weiteren medizinischen Behandlung ins Krankenhaus.
Bereits am frühen Freitagmorgen, gegen 5.20 Uhr, stürzte ein Radfahrer im Osnabrücker Ortsteil Atter auf glatter Fahrbahn und zog sich leichte Verletzungen zu. Ein vorbeifahrender Autofahrer leistete Erste Hilfe. Der Radfahrer wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Auf der Autobahn 1, Fahrtrichtung Hamburg, kam es im Laufe des Freitags auf dem Parkplatz Hasetal-Ost zu einem weiteren Unfall. Eine Autofahrerin geriet mit ihrem Fahrzeug alleinbeteiligt auf den zugeschneiten linken Fahrstreifen, schleuderte zunächst gegen die Außenschutzplanke, prallte im Bereich der Ausfahrt erneut gegen die Schutzplanke und kam schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.
Auch auf der Autobahn 30 kam es zu Blechschäden: Auf dem Parkplatz Rottkamp Süd verunfallte ein Lkw aufgrund der Glätte. In Belm kam ein weiterer Lkw auf der Icker Landstraße nicht mehr voran und blockierte zeitweise die Fahrbahn.
In Hagen a.T.W. stürzte ein Baum infolge des Sturms auf die Fahrbahn. Personen oder Fahrzeuge wurden dabei nicht beschädigt. In Bersenbrück wiederum landete ein Auto auf einem angrenzenden Acker; ein Verantwortlicher konnte vor Ort nicht angetroffen werden.

Infolge der winterlichen Straßenverhältnisse kam es vor allem in Ostfriesland zu Schneeverwehungen, bei denen Fahrzeugführer stecken blieben und durch Abschleppdienste oder private Treckerfahrer aus ihrer misslichen Lage befreit wurden.

Die Polizei weist darauf hin, dass es auch in den nächsten Tagen zu widrigen Straßenverhältnissen durch Glätte kommen kann.

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