In der Nacht zum Samstag wollten Einsatzkräfte ein Auto auf der Autobahn kontrollieren. Der Seat Ibiza fuhr deutlich zu schnell: Bei erlaubten 100 Kilometern pro Stunde legte der Fahrer mehr als 140 km/h zurück. Gegen 3:15 Uhr entdeckten die Beamten den Wagen in Richtung Essen.
An der Anschlussstelle Bochum-Freudenbergstraße wollten sie das Fahrzeug anhalten. Der Fahrer folgte dem Streifenwagen zunächst, wechselte dann aber wieder auf die Autobahn und gab Gas.
Die Verfolgung führte bis nach Essen. In Essen-Frillendorf fuhr der Fahrer von der Autobahn ab und setzte seine Fahrt innerstädtisch fort. Auch dort war er mit bis zu 90 km/h zu schnell und missachtete mehrere rote Ampeln. Andere Verkehrsteilnehmer wurden glücklicherweise nicht gefährdet.
Schließlich bog der Fahrer in die Sackgasse Am Achternberg ab, wo er seinen Seat stoppen musste. Der Mann, ein 22-jähriger Dortmunder, wurde vorläufig festgenommen. Auf dem Rücksitz befand sich ein 19-jähriger Dortmunder. Bei der Festnahme roch es deutlich nach Alkohol. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht: Der Fahrer war betrunken. Eine Blutprobe wurde angeordnet.
Bei einer Abfrage in den polizeilichen Informationssystemen staunten die Beamten nicht: Der 22-Jährige ist Fahranfänger und besitzt seine Fahrerlaubnis erst seit wenigen Monaten. Innerhalb der Probezeit gilt die Null-Promille-Grenze. Der Führerschein wurde sicher gestellt.
Es erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr sowie mehrere Ordnungswidrigkeiten (Rotlichtverstöße, Geschwindigkeitsverstöße sowie Missachtung von Zeichen und Weisungen). Außerdem wird die Straßenverkehrsbehörde prüfen, ob der Mann die charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen besitzt.