Ein weiterer Schwerpunkt zur Gewaltprävention wurde am Wochenende rund um den Leipziger Hauptbahnhof durchgeführt. Ziel ist es, Gewaltkriminalität weiter zu senken und Reisen sicherer zu machen. Rund 190 Beamte der Bundespolizei waren dafür im Einsatz, zusammen mit der DB-Sicherheit am Hauptbahnhof und in Zügen im Leipziger Umland. An drei Tagen wurden rund 400 Personen kontrolliert. Neun Fahndungstreffer wurden festgestellt. Vierundvierzig Personen erhielten einen Platzverweis. Die Beamten stellten 15 Straftaten fest, darunter Körperverletzungen, Beleidigungen, Hausfriedensbrüche, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstöße gegen Waffen-, Aufenthalts- und Betäubungsmittelgesetze.
Am 09.01.2025 versuchte eine 38-Jährige, diverse Elektroartikel in einem Geschäft am Hauptbahnhof zu entwenden. Die wohnsitzlose Frau wurde erwischt. Da sie sich nicht ausweisen wollte, wurde die Bundespolizei alarmiert. Als die Beamten sich der Frau näherten, griff sie diese unvermittelt an und trat ihnen in die Beine. Eine Beamtin wurde leicht verletzt. Die Frau konnte nur gefesselt aus dem Geschäft geführt werden und beschädigte auf dem Weg noch weitere Waren. Bei ihrer Durchsuchung wurde ein Cliptütchen mit weißer kristalliner Substanz gefunden. Die Frau muss sich nun wegen Diebstahls, tätlichen Angriffs und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.
Ein 22-jähriger Deutscher, der am 10.01.2026 in den Promenaden kontrolliert und per Haftbefehl gesucht wurde, wehrte sich heftig gegen die Mitnahme zur Dienststelle. Er bedrohte und beleidigte die Beamten. Da der alkoholisierte Mann die 750 EUR Strafe nicht bezahlen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt gebracht und muss sich zudem wegen seines erneuten Fehlverhaltens strafrechtlich verantworten.
Die Einsatzmaßnahmen dienen in erster Linie der Erhöhung der sichtbaren polizeilichen Präsenz und des Kontrolldrucks am Hauptbahnhof und in den Nahverkehrszügen sowie der Verbesserung des Sicherheitsgefühls. Sie werden diese Woche mit einem erneuten Schwerpunkteinsatz fortgeführt, diesmal auch mit der Gemeinsamen Einsatzgruppe Bahnhof-Zentrum (GEG BaZe).
Markus Pfau, Leiter der Bundespolizeiinspektion Leipzig, sagte: „Die Schwerpunktinsätze setzen einen bereits im Jahr 2025 eingeschlagenen Weg zur Verbesserung der Sicherheit am Hauptbahnhof und in dessen Umfeld konsequent fort. Gemeinsam mit unseren Partnern bei der DB AG, der Polizeidirektion Leipzig sowie der Ordnungsbehörde der Stadt Leipzig begegnen wir der Gewaltkriminalität durch ein ganzes Bündel von präventiven und repressiven Maßnahmen. Erfolge dieses Weges stellen sich sukzessive ein.“
Kontakt und Quelle:
Bundespolizeiinspektion Leipzig
Yvonne Manger
Telefon: 0341-271497 107
Mobil: 0173-2766341
E-Mail: presse.leipzig@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de
Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Leipzig, übermittelt durch news aktuell