Eine gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim informiert darüber, dass das Amtsgericht Mannheim Haftbefehle gegen zwei von vier Tatverdächtigen erlassen hat. Die Verdächtigen sind 18 bis 25 Jahre alt.
Gegen den Verdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in einem Fall sowie des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in drei Fällen sollen sie in einer festen Struktur mit wechselnder Besetzung tätig gewesen sein, um in großem Umfang ältere Menschen zu betrügen. Sie sollen sich telefonisch als Bankmitarbeiter ausgegeben und die Geschädigten dazu gebracht haben, ihre EC-Karten und PINs einem IT-Mitarbeiter zu überlassen, weil angebliche unberechtigte Abbuchungen gemeldet wurden.
In den bislang bekannten vier Fällen in Mannheim, Heddesheim und Heidelberg gelang es in einem Fall, mit einer übergebenen EC-Karte 1.000 Euro abzuheben. In einem Fall kam es nicht zur Übergabe der Karte, weil die Geschädigte misstrauisch geworden war. In einem weiteren Fall verhinderten aufmerksame Zeugen die Nutzung der Karte. Ein Geschädigter soll keine Karten in seiner Wohnung besessen haben; stattdessen wurde seine Geldbörse mit 50 Euro Bargeld entwendet.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg des Polizeipräsidiums Mannheim in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim führten am 8. Januar 2026 zur Lokalisierung und Festnahme der Tätergruppe in Heddesheim.
Am 9. Januar 2026 wurden die vier Verdächtigen dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, der Haftbefehle wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in einem Fall sowie des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in drei Fällen erließ. Nach ihrer Eröffnung wurden zwei der Haftbefehle in Vollzug gesetzt und die Tatverdächtigen im Anschluss in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die zwei Haftbefehle gegen die heranwachsenden Tatverdächtigen (18 und 20 Jahre alt) wurden außer Vollzug gesetzt.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg des Polizeipräsidiums Mannheim und der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an.
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