Am 12.01.2026 gegen 02:15 Uhr soll eine 30-Jährige im InterCity-Express auf der Strecke Lüneburg–Hamburg-Harburg die Notbremse betätigt haben. Zwei Fensterscheiben wurden beschädigt, indem ein Nothammer verwendet wurde. Ein aufmerksamer Zeuge informierte die Zugbegleitung. Ein Zugbegleiter forderte die Bundespolizei zum nächsten Halt am Bahnhof Hamburg-Harburg auf Gleis 1 an. Die alarmierten Bundespolizisten trafen im Zug auf die Tatverdächtige, nahmen sie fest und befragten sie. Nach der Befragung des Zeugen und des Zugbegleiters konnte die Weiterfahrt des Zuges zum Hamburger Hauptbahnhof mit angeordneter Langsamfahrt fortgesetzt werden. Im Zug waren zwei Fensterscheiben nicht entglast, aber deutlich gesplittert. Der Nothammer wurde als Beweismittel sichergestellt. Nach dem vorliegenden Stand betrug die Notbremsung ca. 140 km/h. Es gab keine Verletzten unter den Reisenden. Die Beschuldigte konnte keine Notlage benennen; sie gab an, dass sie dringend aussteigen müsse, weil sie nach Büchen reisen wolle. Nach einer Identitätsfeststellung war sie nicht alkoholisiert und stand auch nicht unter Drogeneinfluss; Sie wurde nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen entlassen. Eine Schadenshöhe sowie Verspätungsdaten können derzeit nicht genannt werden. Gegen die Frau laufen Strafverfahren unter anderem wegen Sachbeschädigung und Missbrauch von Notrufen. Die weiteren Ermittlungen führen der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.
Hamburg-Harburg: Notbremse im InterCity-Express ausgelöst – Fensterscheiben beschädigt
