Maintal: Schusswaffengebrauch bei Polizeieinsatz – Mann lebensbedrohlich verletzt

Maintal – Am Montagabend kam es zu einem Schusswaffengebrauch durch eingesetzte Polizeibeamte während eines Einsatzes im Maintaler Ortsteil Wachenbuchen. Zuvor war die Polizei am Montagnachmittag in Amtshilfe für das Veterinäramt an der Wohnanschrift des Mannes in Hanau im Einsatz, weil der Verdacht bestand, dass er mehrere Hundewelpen tierwohlgefährdend hielt. Bei der anschließenden Kontrolle soll er mit einem stockähnlichen Gegenstand Bedrohungen gegen Einsatzkräfte und andere Personen erklärt haben, weshalb der Einsatz abgebrochen wurde. Am Abend meldete eine Zeugin, dass der Mann Hundewelpen aus dem Fenster werfen würde. Rauch kam aus der Wohnung, die Feuerwehr beseitigte die Gefahr; im Ofen war Kunststoffmaterial verbrannt worden, und der Mann verließ die Wohnung zu Fuß. Der Diensthund, der zugebissen hatte, wurde eingesetzt, als der Mann in der Bachstraße bzw. Alt Wachenbuchen in Maintal angetroffen wurde und nicht reagierte. Daraufhin kam der Einsatz eines Distanz-Elektroimpulsgeräts (DEIG) und eines Teleskopschlagstocks sowie der Schusswaffengebrauch. Der Mann wurde im Schulterbereich getroffen; anschließend soll er sich selbst verletzt haben. Einsatzkräfte leisteten erste Hilfe. Der Mann befindet sich in einem Krankenhaus in der Intensivmedizin; sein Zustand ist lebensbedrohlich. Andere Personen wurden nicht verletzt. Die Hintergründe der Tat und der Ablauf des Einsatzes werden von der Staatsanwaltschaft Hanau und dem HLKA geprüft. Die Spuren werden kriminaltechnisch ausgewertet. Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich beim HLKA zu melden.

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