Am Sonntagvormittag (11.01.2026) ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen einen 49-jährigen Mann wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie des versuchten Totschlags. Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, zwei Polizeibeamte so schwer verletzt zu haben, dass sie in einer Klinik behandelt werden mussten und ihren Dienst nicht fortsetzen können. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.
Der Beschuldigte wurde am Vormittag aufgrund einer blutenden Verletzung in eine Klinik gebracht. Die Verletzung hatte er sich bei einem vorangegangenen Polizeieinsatz zugezogen, bei dem es zu Widerstand kam. In der Notaufnahme verweigerte er die Behandlung und das Verlassen der Notaufnahme. Da er den Platzverweis ignorierte, sollten ihm Handschellen angelegt werden. Gegen diese Maßnahme leistete er erheblichen Widerstand und griff die Beamten unter anderem mit Schlägen gegen den Kopf an. Einer der Beamten erlitt eine schwere Bisswunde und wurde gewürgt, bis er benommen war. Durch den Einsatz des Schlagstocks des Dienstes und Unterstützung des Klinikpersonals konnte der Mann schließlich überwältigt werden.
Beide Polizeibeamte, ein 49 Jahre alter Mann und eine 38-jährige Kollegin, wurden schwer verletzt. Sie mussten unmittelbar darauf ambulant in einer Klinik behandelt werden. Ihren Dienst können sie bis auf Weiteres nicht fortsetzen. Der ebenfalls verletzte Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und nach seiner Behandlung im Krankenhaus in eine Zelle des Polizeireviers Reutlingen gebracht.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der ukrainische Staatsangehörige am Montagnachmittag (12.01.2026) dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ den beantragten Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.