Hamburg: Bilanz einer hamburgweiten Verkehrskontrolle

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Nach Angaben der Polizei Hamburg haben am Mittwoch im Hamburger Stadtgebiet umfangreiche Verkehrskontrollen stattgefunden. Unter der Leitung der Verkehrsdirektion Ost (VD 3) führten Beamtinnen und Beamte der Verkehrsdirektionen VD 1 bis VD 4 und VD 6 sowie Mitarbeitende des Schutz- und Wasserschutzpolizeiamtes Kontrollen durch. Die Maßnahmen liefen von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr und hatten die Themen Ablenkung und Rotlicht im Fokus. Rund 320 Einsatzkräfte waren beteiligt.

Insgesamt wurden 870 Fahrzeuge und 901 Personen überprüft. Gegen Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer wurden Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Zu den Straftaten gehörten nach Angaben der Polizei 10 Mal Fahren ohne Fahrerlaubnis, 2 Mal Fahren unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten, 6 Mal Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, 1 Mal Urkundendelikt, 3 Mal Verdacht einer Steuerstraftat sowie 10 Mal weitere Straftaten. Bei den Ordnungswidrigkeiten wurden 97 Mal Missachtung des Rotlichts, 187 Mal Nutzung eines Mobiltelefons oder eines elektronischen Geräts am Steuer, 15 Mal Fahren unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten, 1 Mal Kind nicht ordnungsgemäß gesichert, 40 Mal Verstoß gegen die Anschnallpflicht, 201 Mal Parkverstöße, 4 Mal Fehler beim Abbiegen oder Wenden und 82 Mal sonstige Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte insgesamt 67 Mängelmeldungen wegen technischer Mängel aus und untersagten in 28 Fällen die Weiterfahrt.

Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Hamburg gibt Acht!“ führte die VD 6 im Westfield-Einkaufscenter in der HafenCity Präventions- und Aufklärungsgespräche durch. Interessierte hatten zudem die Möglichkeit, mittels VR-Brillen Präventionsvideos zum Thema Ablenkung zu sehen. Im Rahmen der gestrigen Kontrolle kam es zu einer besonderen Situation: Auf der Rennbahnstraße wurde ein Pkw Mercedes kontrolliert. Die Verdachtslage deutete darauf hin, dass die 35-jährige Fahrerin das Auto unter dem Einfluss von Methamphetaminen geführt hatte; es wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte rund 104.000 Euro Bargeld; ein Strafverfahren wegen Geldwäsche wurde eingeleitet. Die deutsche Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Polizei Hamburg kündigt an, auch künftig Kontrollen durchzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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