Osnabrück und Niedersachsen: Internationales Projekt ISF Lumen verzeichnet Rückgang von Geldautomatensprengungen

Hoch gefährliche Explosivstoffe kamen auch bei dieser Sprengung eines Geldautomaten in Melle zum Einsatz. Positiv: Die Zahl der Sprengungen nimmt weiter ab. Bild: Polizei Osnabrück

Nach Angaben des Landeskriminalamts Niedersachsen sank die Zahl der Sprengungen in Niedersachsen im vergangenen Jahr deutlich auf neun Taten, nach zuvor 19 im Vorjahr. Damit sei der niedrigste Stand der letzten rund zehn Jahre erreicht. Auch die Polizeidirektion Osnabrück meldete einen Rückgang der Sprengungen. Im Jahr 2025 gab es eine Tat in Papenburg, bei der alle sechs mutmaßlichen Beteiligten unmittelbar nach der Tat festgenommen werden konnten.

Der Rückgang der Fallzahlen sei ein gemeinsamer Erfolg, so das Landeskriminalamt Niedersachsen. Das internationale Projekt ISF Lumen stand drei Jahre lang unter der Gesamtprojektleitung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg. 21 EU-Staaten hatten sich zu dem Netzwerk zusammengeschlossen, um der grenzüberschreitenden Eigentumskriminalität zu begegnen. Im Fokus standen vier Deliktsbereiche der bandenmäßigen und organisierten Eigentumskriminalität, darunter Geldautomatensprengungen; letzterer Bereich wurde unter Federführung der Polizeidirektion Osnabrück bearbeitet.

Die Bilanz des Projekts lasse sich sehen: 70 internationale Ermittlungsgruppen wurden eingerichtet und über 200 grenzüberschreitende Maßnahmen durchgeführt. Mehr als 5.000 Polizistinnen, Polizisten und Staatsanwälte waren im Einsatz. Europaweit konnten über 270 Festnahmen erzielt und rund sechs Millionen Euro an Geld und Wertgegenständen beschlagnahmt werden. Zudem fand erstmals im vergangenen Jahr eine internationale Konferenz zum Phänomenbereich der Geldautomatensprengungen in Osnabrück statt; 125 Expertinnen und Experten nahmen teil, unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Schweiz, Österreich und der Niederlande sowie den EU-Agenturen Eurojust und Europol.

Friedo de Vries, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, sagte, der Rückgang sei ein Gemeinschaftserfolg. Die verfestigten Verbindungen mit europäischen Partnern würden die Sicherheitsarbeit prägen. Cecile Kosterman betonte, die Bedeutung des internationalen Netzwerks für Prävention, Aufklärung und Strafverfolgung.

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